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Devon

erstellt von holgerkroker zuletzt verändert: 23.08.2007 14:32

Seit dem ersten Massenaussterben hatte sich die Erde stark verändert. Pflanzen hatten das Festland erobert. Die Vorfahren der Bärlappgewächse bildeten dichte Wälder und boten damit auch den ersten Tieren, die sich an Land wagten, einen Lebensraum voller Verstecke.

Die ersten Landbewohner waren Spinnentiere, die Ahnen der heutigen Skorpione und Hundertfüßler. Gegen Ende des Devons mauserte sich dann ein (noch?) unbekannter Fisch zum Amphibium und wagte den Landgang. Auch im Meer war die Evolution vorangeschritten. Es war das Zeitalter der Fische. Und diesmal standen die Panzerfische an der Spitze. Die bis zu zehn Meter langen Räuber dominierten die Meere.

Vor 365 Millionen Jahren ereignete sich dann der nächste tiefe Einschnitt. Am Ende des Devons starben mehr als die Hälfte, in den tropischen Regionen sogar mehr als 80 Prozent aller Meeresbewohner. Besonders stark betroffen waren die Ammoniten, die Brachiopoden, die Trilobiten und die riffbauenden Korallen. Sie wurden fast vollständig ausgelöscht. Und die Ära der Panzerfische ging damals zu Ende. Die Ursachen dieses Massenaussterbens sind unklar. Vermutlich spielte aber die Abkühlung des Klimas eine Rolle, denn auf Gondwana wuchsen wieder die Gletscher. Die verwandelten dann auch viel Wasser in Eis, so dass der Meeresspiegel erneut spürbar absank.