Geozahl des Tages

Die Erde ist voller Fakten: Unter der „Geozahl des Tages“ erscheint täglich etwas Wissenswertes aus der Geowelt – kompakt zum Merken und Weitererzählen.

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... Meter misst der größte Gletscher in Frankreich, das Mer de Glace. Das sog. Eismeer ist an seiner breitesten Stelle 1950 Meter weit, bei einer Eisdicke von 420 Metern. Der Gletscher legt im Schnitt 90 Meter pro Jahr zurück und hat damit eine vergleichsweise hohe Fließgeschwindigkeit für einen Gletscher in den Alpen.

1700

… Meter über dem Meer liegt der Felsenkessel Cirque de Gavarnie in den Pyrenäen. Die eiszeitlich geprägte Felsformation hat einen Durchmesser von zwei Kilometern und ist von Bergen mit 1500 Meter Höhe umgeben.

76

… Hektar nimmt der französische Gletschersee Lac de Longemer ein. Er bildet u.a. mit dem Lac de Gérardmer eine Gebirgskette auf dem dritthöchsten Berg der Vogesen, dem Hohneck.

116

… Hektar weit dehnt sich der Lac de Gérardmer in den Vogesen aus. Er entstand zusammen mit zwei weiteren Seen in der Würmkaltzeit, als der westliche Teil der Vogesen vergletscherte.

14

… Hektar umfasst der Lac Noir; er ist also fast halb so groß wie sein Nachbar, der Weiße See. Das Wasser des "schwarzen Sees" weist eine dunkle, fast schwarze Färbung auf, die vom moorigen Untergrund herrührt.

29

... Hektar misst der Lac Blanc (Weißer See) im Elsass. Heller Quarzsand auf dem Seegrund prägte den Namen des Gebirgssees. Er stammt aus der Eiszeit und ist der größte französische See jenseits der Vogesen.

35

… Millimeter heben sich manche Regionen Islands pro Jahr. Grund für diese enorme Landhebung sind die immer schneller schmelzenden Gletscher auf der Insel. Wie eine Waage, von der man ein Gewicht nimmt, federt das Land nach oben.

2

... Lithosphärenplatten treffen unter Island aufeinander. Die Platten driften pro Jahr zwei Zentimeter auseinander. Nachrückendes geschmolzenes Gestein aus dem Erinneren verhindert ein Auseinanderbrechen der Insel.

11

… Prozent der Oberfläche Islands sind von Gletschern bedeckt. Die Vulkaninsel war während der Eiszeiten meist sogar fast komplett vereist.

10

... Liter Wasser schluckt die Herstellung eines DIN A4-Blatts Papier auf Basis von Holzfasern. Mit der gleichen Wassermenge lassen sich rund 100 Blatt Recyclingpapier aus Altpapier herstellen.

106000000000

... Kubikmeter sogenanntes virtuelles Wasser importiert Deutschland im Schnitt pro Jahr, indem es Produkte ins Land einführt, die unter großem Wasserverbrauch produziert wurden. Dem steht ein Export von lediglich 70 Milliarden Kubikmetern viruellen Wassers gegenüber.

200000

... Liter Wasser werden durchschnittlich für den Bau eines Autos benötigt. Der enorme Verbrauch rührt von der aufwändigen Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe her. So werden etwa Aluminium und Spezialkunststoffe für die Karosserie verarbeitet sowie hochwertige Elektronik eingesetzt.

20000

… Liter Wasser werden bei der Produktion eines Computers verbraucht. Seine Einzelteile bestehen aus sehr seltenen Rohstoffen, die unter erheblichem Wasseraufwand gewonnen werden müssen. Bereits in einem wenige Millimeter messenden Mikrochip stecken 32 Liter sogenanntes virtuelles Wasser.

1

...Millimeter wächst der Torf in einem Moor pro Jahr. Somit dauert es 1000 Jahre, bis ein Meter Torf aus der teilweisen Zersetzung pflanzlicher Überreste entsteht. Moore wirken als CO2-Senke und bieten nicht nur natürlichen Hochwasserschutz, sondern auch Lebensräume für seltene Tierarten.

5

… Prozent der CO2-Emissionen hierzulande gehen auf das Konto trockengelegter Moore. Die heute zum Teil als Weideland genutzten Flächen setzen in etwa so viel Treibhausgas frei wie der Luftverkehr.

1500000

… Hektar bedeckten die Moore hierzulande einst, was rund vier Prozent der gesamten Landesfläche entspricht. Heute sind davon nur noch etwa fünf Prozent intakt.

14,5

... Zentimeter pro Jahr beträgt die Spreizungsrate im Süden des Ostpazifischen Rückens. Dieser globale Rekordwert wird dort erreicht, wo die Pazifische Platte und die Nazcaplatte auseinanderweichen.

3

… Prozent der Erdoberfläche sind von Mooren bedeckt. Doch diese vergleichsweise kleine Fläche speichert rund ein Drittel des terrestrischen Kohlenstoffs, und doppelt so viel wie alle Wälder der Erde zusammen.