25. Mai. 2018
Unsere Erinnerungen an die Fahrt halten wir mit einigen Fotos und Zeichnungen  und einem großen Dank an die Meteor-Besatzung im Gästebuch fest.

Unsere Erinnerungen an die Fahrt halten wir mit einigen Fotos und Zeichnungen und einem großen Dank an die Meteor-Besatzung im Gästebuch fest.

Gemischte Gefühle begleiten die Crewmitglieder der Expedition M147, als sie den Hafen von Belém erreichen. Das Forschungsschiff Meteor ist vom schwimmenden Labor zum Zuhause und die Besatzung zur Familie auf Zeit geworden. Für Fahrtleiterin Andrea Koschinsky ist es aber kein Lebewohl, sondern ein Auf Wiedersehen!

Auch so ein intensives Beprobungs- und Laborprogramm wie unseres geht dann irgendwann einmal dem Ende entgegen: Zu Beginn der dritten Woche Stationsarbeit sammeln wir mit einem Grillfest auf dem Deck mit Livemusik, Versteigerung einiger von der Decksmannschaft erstellter Meteor-Souvenirs und jeder Menge guter Stimmung und Unterhaltung neue Kraft für den Endspurt.

In den letzten Tagen werden die Profilfahrten und Stationen für die letzte Arbeitswoche durchgeführt und hierbei noch Lücken im Beprobungsnetz geschlossen, die letzten Proben abgearbeitet und schließlich die letzte CTD-Rosette gefahren. Ein kreatives Team hat das Gästebuch mit einer persönlichen Darstellung unserer Fahrteindrücke bereichert. Zum Schluss folgen noch circa zwei Tage Profilfahrten zur Erfassung der Verteilung des Salzgehaltes im Oberflächenwasser, um ein noch detaillierteres Bild der Süßwasserfahnen des Amazonas und des Rio Pará zu bekommen.

Eines der Souvenirs mit einem echten Stück Meteor, die von einem Mitglied der  Decksmannschaft gefertigt und auf der Grillparty versteigert wurden.

Eines der Souvenirs mit einem echten Stück Meteor, die von einem Mitglied der Decksmannschaft gefertigt und auf der Grillparty versteigert wurden.

Bild: Andrea Koschinsky
Die letzte Station mit einer spurenmetallsauberen Probenflasche wird vorbereitet. Damit wurden 185 Geräteeinsätze auf der M147 erfolgreich abgeschlossen.

Die letzte Station mit einer spurenmetallsauberen Probenflasche wird vorbereitet. Damit wurden 185 Geräteeinsätze auf der M147 erfolgreich abgeschlossen.

Bild: Andrea Koschinsky
Die letzte Wasserprobe wird durch die Ultrafiltration in reine gelöste und nanopartikuläre Bestandteile aufgetrennt, indem mehrere Liter Wasser über Stunden an sehr feinporigen Membranen entlang gepumpt werden.

Die letzte Wasserprobe wird durch die Ultrafiltration in reine gelöste und nanopartikuläre Bestandteile aufgetrennt, indem mehrere Liter Wasser über Stunden an sehr feinporigen Membranen entlang gepumpt werden.

Bild: Andrea Koschinsky
Die letzten 100 Liter Wasser werden für mikrobiologische Untersuchungen aufkonzentriert und für weitere genetische Analysen im Heimatlabor unserer brasilianischen Kooperationspartner konserviert.

Die letzten 100 Liter Wasser werden für mikrobiologische Untersuchungen aufkonzentriert und für weitere genetische Analysen im Heimatlabor unserer brasilianischen Kooperationspartner konserviert.

Bild: Andrea Koschinsky
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Eines der Souvenirs mit einem echten Stück Meteor, die von einem Mitglied der Decksmannschaft gefertigt und auf der Grillparty versteigert wurden.

Bild: Andrea Koschinsky

Die letzte Station mit einer spurenmetallsauberen Probenflasche wird vorbereitet. Damit wurden 185 Geräteeinsätze auf der M147 erfolgreich abgeschlossen.

Bild: Andrea Koschinsky

Die letzte Wasserprobe wird durch die Ultrafiltration in reine gelöste und nanopartikuläre Bestandteile aufgetrennt, indem mehrere Liter Wasser über Stunden an sehr feinporigen Membranen entlang gepumpt werden.

Bild: Andrea Koschinsky

Die letzten 100 Liter Wasser werden für mikrobiologische Untersuchungen aufkonzentriert und für weitere genetische Analysen im Heimatlabor unserer brasilianischen Kooperationspartner konserviert.

Bild: Andrea Koschinsky

An einem Sonntag laufen wir mittags in Belém im Hafen ein und nach dem Verstauen der Kisten in den Containern, Reinigen der Labore und dem Erledigen aller Formalien verlassen die ersten am nächsten Mittag das Schiff.

Die Gefühle, die uns nun begleiten, sind gemischt. Natürlich freut man sich, sich nach Wochen auf begrenztem Raum wieder an Land frei bewegen zu können, nach Hause zu kommen, Familie und Freund wiederzusehen. Aber dennoch ist bei vielen auch etwas Wehmut dabei. Wir haben hier wie eine große Familie zusammengelebt und gearbeitet, uns gegenseitig geholfen, neue Teams und Kooperationen gebildet und Freundschaften geschlossen. Wir haben es genossen, uns dreimal am Tag in netter Gesellschaft zu sehr leckerem Essen an den gedeckten Tisch setzen zu können und uns auf unsere Arbeit hier an Bord konzentrieren zu können.

Wenn man nach getaner Arbeit noch etwas Ablenkung brauchte, fand sich immer jemand an Deck, im Labor oder in der Bar, mit dem man den Tag ausklingen lassen konnte – manchmal sogar mit Gitarre und Gesang. Und trotz der vielen Arbeit und mancher Übermüdung nach den Nachtschichten haben wir viel zusammen gelacht. Es wird uns also auch etwas fehlen! Aber wir haben ja schon einen Plan fürs Wiederkommen – das nächste Mal bei Sonnenschein in der Trockenzeit, wenn der Amazonas am wenigstens Wasser führt!

Und dann wird es natürlich auch wieder ein Logbuch geben. Vielen Dank an alle, die unsere Reise M147 mit verfolgt haben. Wer noch mehr darüber erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich auch unseren auf Englisch und Portugiesich erschienenen Blog mit Details zu den verschiedenen Arbeiten und vielen weiteren Fotos anzusehen.

Einen letzten herzlichen Gruß von Bord der Meteor, und bis zum nächsten Mal!

Andrea Koschinsky (Fahrtleiterin der Expedition M147)