26. Apr. 2018
Fliegende Fische Meteor

Neben mechanischen Fischen sichtet die Crew auch echte, fliegende.

Die Meteor hält weiterhin Kurs auf die brasilianische Küste am Amazonas-Mündungsgebiet. Die Forschenden an Bord sind fasziniert vom Leben an Bord und mittlerweile kann dank ruhiger See auch das erste Gerät zum Einsatz kommen – "der Fisch". Petri Heil, Meteor! Live vom Atlantischen Ozean berichtet die Geowissenschaften-Studentin Sophie Paul.

Seit unserem Auslaufen in Las Palmas dampfen wir Richtung Belém. Wir merken, dass wir uns dem Äquator nähern, da es jeden Tag ein bisschen wärmer wird. Auf dem Transit durchqueren wir mehrere Zeitzonen, deshalb wird alle paar Tage die Uhr eine Stunde zurückgestellt.

FS Meteor Messgerät

„Der Fisch“ an Deck des FS Meteor.

Bild: Sophie Paul
FS Meteor Messgerät

Aussetzen des Fischs.

Bild: Sophie Paul
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„Der Fisch“ an Deck des FS Meteor.

Bild: Sophie Paul

Aussetzen des Fischs.

Bild: Sophie Paul

Die Dünung hat etwas abgenommen, sodass wir nun das erste Gerät einsetzen können: den Fisch. Der Fisch wird hinten neben dem Schiff mitgeschleppt und sammelt Oberflächenwasser während der Fahrt. Er ist auch spurenmetallrein – wie die GEOMAR CTD an Bord – und pumpt Wasser in den Reinraum-Laborcontainer. Dort können Wasserproben sauber abgefüllt und für weitere Analysen vorbereitet oder konserviert werden. Die spurenmetallreinen Geräte ermöglichen eine Beprobung der Wassersäule ohne Kontamination durch das Probennahmegerät oder das Schiff.

Da noch nicht so viele Stationen gefahren werden, haben wir im Moment Zeit, die Meteor etwas kennen zu lernen. Für viele ist es die erste Fahrt auf einem Forschungsschiff und wir haben uns interessiert die Brücke angeschaut und eine Führung durch den Maschinenraum gemacht. Außerdem kann man das Meer vom Deck aus beobachten: Die ersten fliegenden Fische wurden schon gesichtet.

Mit Grüßen von Bord des FS Meteor,

Sophie Paul, Crewmitglied der Expedition M147