03. Mai. 2018

Nur noch wenige hundert Meter bis zur Meteor: Heimat und Arbeitsstätte der Crew für die nächsten drei Wochen.

Der Transit der Meteor von Las Palmas nach Belém ist beendet – und die Expedition M147 beginnt! Die deutschen Forscherinnen und Forscher werden herzlich willkommen geheißen – von den brasilianishen Partnern, viel Regen und dem beeindruckenden Amazonas. Ab hier übernimmt Andrea Koschinsky von der Jacobs University Bremen die Fahrtleitung.

Während das Forschungsschiff Meteor sich kontinuierlich südwärts dem brasilianischen Festland nähert, treffen der Rest der deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und alle brasilianischen Partner in Belém ein. Zur großen Erleichterung aller hat auch sämtliches Gepäck inklusive der mitgebrachten wissenschaftlichen Ausrüstung trotz teils sehr kurzer Umsteigezeiten auf den Flughäfen das Ziel erreicht. Eine Übernachtung im Hotel und ein gemeinsamer Abend an den Docks des Rio Pará erleichtern uns das Einstimmen auf die neue Zeitzone und die bevorstehende Expedition sowie das Kennenlernen der brasilianischen Kollegen, die jedoch für Einige von uns schon langjährige Kooperationspartner sind.

Meteor M147 Brasilien

Die zweite Forschungsgruppe macht sich auf den Weg zur Meteor, die bei Belém im Rio Pará auf Reede liegt.

Bild: Clive Maguire
Meteor M147 Brasilien

Transport der Kisten mit der wissenschaftlichen Ausrüstung zur Pier, um zur Meteor überzusetzen.

Bild: Clive Maguire
Meteor M147 Brasilien

Übersetzen zur Meteor mit dem Boot.

Bild: Andrea Koschinsky
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Die zweite Forschungsgruppe macht sich auf den Weg zur Meteor, die bei Belém im Rio Pará auf Reede liegt.

Bild: Clive Maguire

Transport der Kisten mit der wissenschaftlichen Ausrüstung zur Pier, um zur Meteor überzusetzen.

Bild: Clive Maguire

Übersetzen zur Meteor mit dem Boot.

Bild: Andrea Koschinsky

Am nächsten Mittag werden wir nach Erledigung aller Formalitäten von der Agentur mittels Bus und anschließend mit einem kleinen Boot zur Meteor gebracht, die in der Santo Antônio Bucht auf Reede liegt. Das trübe und feuchte Wetter, zum Teil mit heftigen Regengüssen, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass wir unsere Expedition bewusst in die Regenzeit und damit in die Phase des stärksten Ausflusses vom Amazonas in den Ozean gelegt haben. Eine weitere für die Zukunft vorgesehene Expedition soll dann dieselben Untersuchungen in der Trockenzeit, also der Phase des geringsten Wasserflusses, beinhalten. Der Unterschied im Pegelstand des Amazonas zwischen diesen beiden Phasen beträgt durchschnittlich 15 Meter, ein weiteres Superlativ in dieser für uns Europäer gigantisch wirkenden Flusslandschaft; im Mündungsbereich erinnert der Amazonas mehr an ein Meer als an einen Fluss.

Nach einer herzlichen Begrüßung an Bord gilt es, keine Zeit zu verlieren, denn die ersten Beprobungen sollen bereits drei Stunden nach Auslaufen der Meteor im Mündungsbereich des Rio Pará beginnen. Hier profitieren wir von der hervorragenden Vorbereitung der Arbeiten und dem Test der Geräte durch das Team unter Leitung von Martin Frank vom GEOMAR während des 10-tägigen Transits von Las Palmas nach Belém.

Nach einer intensiven zweistündigen Besprechung aller Arbeitsgruppenleiter und der offiziellen Übernahme der Fahrtleitung werden alle anderen Fahrtteilnehmer über den Beprobungsplan des ersten Tages informiert und die Bedürfnisse aller Arbeitsgruppen in die Pläne eingebettet. Nun kann es losgehen!

Es grüßt von Bord der Meteor

Andrea Koschinsky, Fahrtleiterin der Expedition M147