05. Mai. 2018
Die erste CTD-Kranzwasserschöpfer-Station bringt erfolgreich über 200 Liter Wasser aus dem Mündungsbereich des Rio Pará an Bord.

Die erste CTD-Kranzwasserschöpfer-Station bringt erfolgreich über 200 Liter Wasser aus dem Mündungsbereich des Rio Pará an Bord.

Die Meteor ist aus dem Hafen von Belém ausgelaufen und schon laufen die ersten Forschungsarbeiten an. Fahrtleiterin Andrea Koschinsky und die Crew haben nicht nur mit dem starken Regen, sondern auch mit der ungewohnten Materie des Amazonas zu kämpfen.

Nachdem nur wenige Stunden nach Ankunft der zweiten Gruppe von Wissenschaftlern an Bord die ersten Oberflächen-Wasserproben im Mündungsbereich des Rio Pará genommen werden, treffen sich alle um 5 Uhr morgens, teils noch ein wenig verschlafen, teils müde wegen Schlafmangels durch die Anspannung, auf dem Arbeitsdeck, um den ersten CTD-Kranzwasserschöpfer-Stationen beizuwohnen.

Da die Funktionalität der Geräte bereits auf dem Transit getestet worden ist, laufen die Stationen reibungslos, wenn auch im strömenden Regen, aber immerhin ist der Regen deutlich wärmer als in Deutschland, und auch die Temperatur des Meerwassers hat mit 28°C fast Badewannencharakter!

Auf dem Arbeitsdeck stehen die verschiedenen Container mit Ausrüstung und mit einem spurenmetallfreien Labor dicht an dicht.

Auf dem Arbeitsdeck stehen die verschiedenen Container mit Ausrüstung und mit einem spurenmetallfreien Labor dicht an dicht.

Bild: Clive Maguire
Die Proben werden von den Wissenschaftlern in den verschiedenen Laboren aufbereitet, was oft viele Stunden in Anspruch nimmt.

Die Proben werden von den Wissenschaftlern in den verschiedenen Laboren aufbereitet, was oft viele Stunden in Anspruch nimmt.

Bild: Clive Maguire
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Auf dem Arbeitsdeck stehen die verschiedenen Container mit Ausrüstung und mit einem spurenmetallfreien Labor dicht an dicht.

Bild: Clive Maguire

Die Proben werden von den Wissenschaftlern in den verschiedenen Laboren aufbereitet, was oft viele Stunden in Anspruch nimmt.

Bild: Clive Maguire

Innerhalb weniger Stunden haben alle Arbeitsgruppen die erste Serie der Beprobungsgefäße gefüllt, einige nur mit 100 Millilitern, andere mit bis zum 100 Litern, und strömen damit in ihre speziell für ihre Tätigkeiten eingerichteten Labore. Am Anfang geht es vor allem auch darum, sich mit der für uns etwas ungewohnten Materie eines sehr partikelreichen tropischen Flusses und seinen Eigenarten vertraut zu machen.

Schnell sind Filter bereits nach wenigen hundert Millilitern durch die enorme Menge an Schwebstoffen verstopft, während bei Proben aus dem offenen Ozean viele Liter ohne nennenswerte Widerstände und Rückstände durch die Filterkartuschen laufen. Auch muss die Menge an zu bearbeitenden Proben bei einigen Gruppen angepasst werden, da die besonderen Herausforderungen oftmals mit einem höheren Zeitaufwand einhergehen. Dennoch finden alle Arbeitsgruppen im Laufe des ersten Arbeitstages bereits zu einer Art Routine, sodass wir nun die weiteren Stationen etwas detaillierter planen können.

Im Namen der gesamten Crew grüßt von Bord

Andea Koschinsky, Fahrtleiterin der Expedition M147