23. Apr. 2014

Gepäck gepackt. Die Taschen der Crew warten auf den Abtransport.

In der Hafenstadt Mindelo auf den Kapverdischen Inseln fand Expedition M105 ein erfolgreiches Ende. Bei Sightseeing und Strandurlaub nutzte die Wissenschaftscrew der Meteor ihre ungewohnte Bewegungsfreiheit. Vorher stand aber noch ein großer Schiffsputz an, berichtet Lisa Eßer in ihrem letzten Eintrag im planeterde-Logbuch.

Die Reise M105 der Meteor ist zu Ende. Alle Geräte, Materialien und Chemikalien wurden von uns in einer eintägigen Aufräumaktion zusammengepackt, in Kisten verstaut und in die Container beladen. Teilweise konnten die Sachen aber auch an Bord bleiben, weil unsere nachfolgenden Kollegen diese auf den Fahrten M106 oder M107 wieder benutzen werden. Die Zimmer mussten geräumt und die Labore gründlich geputzt werden, was anschließend vom 1. Offizier kontrolliert und abgenommen wurde, so dass unsere Nachfolger alle Räumlichkeiten so vorfanden, wie wir zu unserem Beginn der Reise.

Wie geplant kamen wir in der Nacht auf den 16. April in Mindelo an. Die Meteor konnte allerdings nicht am Kai im Hafen anlegen, weil der Liegeplatz durch ein Kreuzfahrtschiff belegt war, so dass wir vor dem Hafen geankert haben und am nächsten Mittag mit einer Barkasse abgeholt wurden. Das Gepäck wurde per Seil hinunter gelassen und wir konnten stilvoll „unser“ Schiff per Strickleiter über die Reling verlassen. So konnte man bei der Abfahrt die Meteor von der Barkasse aus hinter sich kleiner werden sehen, was den Abschied gleichzeitig schöner, aber auch dramatischer werden ließ.

Vor Verlassen des Schiffs mussten die Labore gründlich geputzt werden.

Vor Verlassen des Schiffs mussten die Labore gründlich geputzt werden.

Bild: Lisa Eßer
Per Barkasse gelangte die Besatzung der Meteor zum Hafen von Mindelo.

Per Barkasse gelangte die Besatzung der Meteor zum Hafen von Mindelo.

Bild: Lisa Eßer
Der Leuchtturm von Sao Vicente.

Der Leuchtturm von Sao Vicente.

Bild: Lisa Eßer
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Vor Verlassen des Schiffs mussten die Labore gründlich geputzt werden.

Bild: Lisa Eßer

Per Barkasse gelangte die Besatzung der Meteor zum Hafen von Mindelo.

Bild: Lisa Eßer

Der Leuchtturm von Sao Vicente.

Bild: Lisa Eßer

Die folgende Nacht verbrachten wir noch im Hotel auf Sao Vicente, wo wir eine letzte Gelegenheit erhielten im Atlantik schwimmen zu gehen und uns einen nahegelegenen Leuchtturm anzuschauen, den man nur über einen extrem schmalen und nach unten steil abfallenden Steinpfad erreichen kann. Die vulkanische Landschaft der Kapverden mit dem umgebenden blauen Atlantik ist wunderschön und definitiv eine Reise wert.

Es folgte eine lange und aufregende Odyssee nach Hause, mit dreimaligem Umsteigen, verspäteten Fliegern, einem Durchstartmanöver in Lissabon und nicht gleichzeitig mit uns ankommendem Gepäck in Hamburg. Aber alle sind munter und heil wieder zu Hause angekommen, bis auf diejenigen von uns, die noch ein paar Tage Urlaub auf den Kapverdischen Inseln angehängt haben.

Die meisten von uns sind traurig, dass diese tolle Fahrt bereits zu Ende ist, und am liebsten möchte man direkt nochmal mitfahren. Wir hatten eine tolle Gruppe, eine sehr nette und hilfsbereite Schiffscrew, leckeres Essen und eine super Stimmung, so dass wir unsere Reise bestimmt nicht so schnell vergessen werden!