02. Okt. 2019
 Mit dem Schlauchboot zur Probenahme auf offener See.

Mit dem Schlauchboot zur Probenahme auf offener See.

Fensterputzen soll gelernt sein: Ein Beitrag von Laura Margarethe Hennings

Zwei Tage später wagten wir an einem halbwegs ruhigen Tag eine Probenahme vom kleinen Schlauchboot aus. Beprobt wurde die Sea Surface Microlayer (SML), der allerobersten Ozeanschicht, welche spezielle Charakteristika aufweist und nur wenige 100 µm dick ist. Auch hierbei kam die altbewährte Glasplattenabziehmethode zum Einsatz. Da mit diesen Proben besondere Analysen durchgeführt werden sollten, brauchten wir viel Volumen und die Wissenschaftler wurden zu wahren Glasplattenabziehprofis. Jeder Fensterputzer wäre stolz auf uns.

Am nächsten Tag blies der Wind wieder heftig und durchmischte die See erneut, sodass weitere Probenahmen des Oberflächenfilms abermals verschoben werden mussten. Fast schon glaubten wir doch an den Wettergott und dass wir ihn irgendwie missgestimmt hätten, doch in den darauffolgenden Tagen wurde das Wetter glücklicherweise wieder besser.

Das Boot mit den Proben kommt zurück zur Poseidon.

Bild: Laura Margarethe Hennings/Universität Oldenburg

Eine letzte Nacht auf dem Schiff, bevor die Mesokosmen ausgesetzt werden.

Bild: Laura Margarethe Hennings/Universität Oldenburg
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Das Boot mit den Proben kommt zurück zur Poseidon.

Bild: Laura Margarethe Hennings/Universität Oldenburg

Eine letzte Nacht auf dem Schiff, bevor die Mesokosmen ausgesetzt werden.

Bild: Laura Margarethe Hennings/Universität Oldenburg

Nachdem das Meer (und zeitgleich auch die Wissenschaftler) sich von den Stürmen erholt hatten, ging es los mit einem weiteren Mesokosmen-Experiment. Wieder wurden morgens die umgebauten Rettungsinseln ins Meer ausgebracht, die Startproben genommen und im Labor bearbeitet. Anschließend drifteten die sechs aneinander befestigten Mesokosmen und ihre Datenboje frei mit den Strömungen. In sicherem Abstand wurden sie von der Poseidon verfolgt. Die nächsten zweieinhalb Tage waren gefüllt von Probenahmen und alles lief fabelhaft. Zwar musste die letzte Probenahme aufgrund zu hoher Wellen um ein paar Stunden verschoben werden, dennoch war dieses Experiment ein voller Erfolg! Wenn wir gerade mal nichts mit den Mesokosmen oder dem Phytoplankton-Inkubationsexperiment zu tun hatten, standen andere Experimente an. Doch davon berichten wir beim nächsten Mal.


Die regelmäßigen Blogeinträge von der FS Poseidon finden Sie ebenfalls unter: https://icbm-auf-see.uni-oldenburg.de/category/home/fs-poseidon/