23. Jan. 2019
Flughafen

Vor dem Wasser- steht für das Expeditionsteam der Luftweg an. Doch der fällt plötzlich aus.

Die Expedition POS531 hat noch nicht begonnen, da steht sie schon auf der Kippe. Denn bevor die Poseidon aus dem Hafen von Gran Canaria auslaufen kann, muss die Crew erstmal die Insel erreichen. Doch das scheint plötzlich nicht möglich.

Nach mehreren Jahren der Vorbereitung soll es am 15. Januar endlich soweit sein und die Reise in Richtung Gran Canaria starten, um dort an Bord der FS Poseidon zu gehen. Am frühen Morgen des 14. Januars erreichte uns allerdings die erste Schocknachricht: Das Sicherheitspersonal am Bremer Flughafen kündigt an, ab dem 15. Januar zu streiken, was wahrscheinlich den Ausfall unseres Fluges bedeutet. Mit einem Mal steht die ganze Expedition, das ganze Vorhaben durch dieses so willkürlich erscheinende Ereignis auf der Kippe.

Nach mehreren Stunden voller Telefonate und Bangen können neue Flüge über mehrere Umwege organisiert werden, die Abreise erfolgt 14 Stunden früher als geplant am selben Abend. Wir sind also wenig verspätet mit einer Propellermaschine nach Zürich geflogen. Der Kapitän gab an, dass wir Rückenwind haben werden und so sind wir dann doch pünktlich in Zürich angekommen und konnten umgehend zu unserer Unterkunft gefahren werden. Unser aufgegebenes Gepäck wurde zur Überraschung einiger bis ans Ziel durchgecheckt. Das bedeutet für viele von uns: Die Zahnpflege muss auf den nächsten Tag zwangsverschoben werden. Dieses kleine Problem zeigt, wie wichtig Kommunikation innerhalb eines Teams ist. Zum Glück war es in diesem Fall relativ belanglos und nicht weiter tragisch.

Am nächsten Tag ging es für uns nach dem Frühstück direkt wieder zum Züricher Flughafen, an dem wir mit der Airline "Edelweiss" nach Gran Canaria flogen. Dort begrüßte uns die Sonne, die wir in Deutschland schon so sehr vermisst haben. Das Gepäck war vollständig und daher konnten wir ohne Komplikationen in unserem Hotel einchecken. Bei einem Tapas-Essen in Las Palmas konnten sich die Teammitglieder kennenlernen und diejenigen, die sich schon kennen, ihre Bekanntschaft vertiefen, indem sie sich sowohl über private als auch arbeitsbezogene Themen austauschten.

Am 16. Januar machten wir uns auf den Weg zum Hafen, um die FS Poseidon für unsere Expedition zu rüsten. Hierbei mussten wir uns zunächst auf selbst transportiertes Equipment beschränken, da der Container, in dem unsere Ausrüstung verschifft wurde, verspätet eintraf. Als es dann endlich soweit war, haben wir alles aufladen können und begonnen unsere Labore einzurichten.

Es grüßt ein erleichtertes und vorfreudiges Expeditionsteam!