18. Jan. 2019
Das FS Poseidon ist in See gestochen. Und mit ihm zehn Jungforscherinnen und -forscher, die derzeit nur Algen im Kopf haben, aber bestimmt nicht hinter den Ohren!

Das FS Poseidon ist in See gestochen. Und mit ihm zehn Jungforscherinnen und -forscher, die derzeit nur Algen im Kopf haben – aber bestimmt nicht hinter den Ohren!

Dieser Blog beschreibt die Abenteuer zehn junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer Forschungsexpedition nach Afrika mit dem Forschungsschiff Poseidon. Das Ziel der Expedition ist es zu verstehen, was mit der Biomasse geschieht, die von Algen in der Wassersäule produziert wird. Besonders interessiert das Team, ob die Biomasse abgebaut oder gespeichert wird, wenn sie auf den Meeresgrund absinkt und was mit den Nährstoffen passiert.

Weil diese Prozesse sehr komplex sind, reisen die Forscher mit hochsensiblen technischen Neuentwicklungen an eines der produktivsten Ozeangebiete dieser Erde: das mauretanische Schelf. Aufgrund der Kombination aus Wind und Strömungen kommt es zu großen Algenproduktionen (sichtbar aus dem All, siehe Bild), und aus diesem Grund wimmelt es hier nur so von Leben aller Art, von Bakterien über Ruderfußkrebse und fliegende Fische bis hin zu Haien und Walen. Die Expedition soll, als erste Ausfahrt innerhalb des neuen Exzellenzclusters am MARUM den Grundstein für die Forschung der kommenden Jahre legen. Und wir sind live dabei!

Das Zielgebiet ist vor allem wegen der hohen Algenproduktion für die Forschenden interessant. Sie ist auch aus dem All sichtbar.

Das Zielgebiet ist vor allem wegen der hohen Algenproduktion für die Forschenden interessant. Sie ist auch aus dem All sichtbar.

Bild: NASA Ocean Color Suomi-NPP/VIIRS/Dezember 2018
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Das Zielgebiet ist vor allem wegen der hohen Algenproduktion für die Forschenden interessant. Sie ist auch aus dem All sichtbar.

Bild: NASA Ocean Color Suomi-NPP/VIIRS/Dezember 2018

Das Expeditionsteam ist außergewöhnlich jung, das Durchschnittsalter der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liegt bei gerade einmal 30 Jahren. Hinzukommt, dass es für vier von ihnen die allererste Expedition auf einem Forschungsschiff ist. So lastet eine große Verantwortung auf den Schultern des erfahrenen dänischen Fahrtleiters Morten Iversen. Alle sind sich darüber im Klaren, dass der Erfolg der Expedition nur durch eine starke Teamleistung möglich ist. Jeder einzelne wird für das Team ans Äußerste seiner Kräfte gehen müssen, und da jeder ein Spezialist auf seinem Gebiet ist, kann schon das Versagen des einzelnen das Scheitern aller zur Folge haben.

Für die Expedition wurde ein neues internationales Team geformt, das sich aus Expertinnen und Experten vom MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Universität Oldenburg zusammensetzt.

Neben den Geschehnissen an Bord der FS Poseidon wollen wir mit jedem Blogeintrag die Gerätschaften und auch die einzelnen Expeditionsteilnehmerinnen und -teilnehmer vorstellen, dazu gehören: Morten Iversen, Hannah Marchant, Jan-Hendrik Hehemann, Soeren Ahmerkamp, Hagen Buck-Wiese, Lennart Stock, Alek Bolte, Jana Bäger, Kai Schwalfenberg, Steffen Swoboda sowie Arjun Chennu.