Am 31.10.2019 läuft das deutsche Forschungsschiff FS SONNE in Port Louis auf Mauritius aus, um mithilfe rohstoffgeologischer Explorationstechniken Metallsulfidvorkommen zu identifizieren, die unterhalb der Austrittsstellen ehemals aktiver heißer Quellen am Meeresboden entstanden sind. Für planeterde berichtet live von Bord Bettina Landsmann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Geomikrobiologin Katja Laufer vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel kratzt mit einem Spatel Bakterien von der Oberfläche einer Massivsulfid-Probe ab, die kurz zuvor mit dem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug ROPOS an Bord geholt wurde.

Das Meer ist die Wiege alles irdischen Lebens. Wie und wann es entstanden ist, darüber gibt es nur Hypothesen. Eine besagt, dass es genau an solchen heißen schwefelhaltigen Hydrothermalquellen wie in unserem Untersuchungsgebiet entstanden sein soll. Was für ...

Dr. Niko Lahajnar (1. v. li.), Natalie Harms (2. v. li) und Anke Spethmann (2. v. re.) von der Universität Hamburg holen mit Bootsmann Thorsten Bierstedt (3. v. li.) und den Matrosen Reno Ross (3. v. re.) und Arnold Ernst (1. v. re.) eine Sinkstofffalle wieder zurück an Bord, nachdem sie ein Jahr am Meeresboden verankert war.

Ich stehe an der Reling und genieße den Blick auf das weite Meer. An seinem unvergleichlichen satten, glitzernden Blau kann ich mich gar nicht genug satt sehen. Alles Leben kommt aus dem Meer. Blaues Wasser, Strand und Palmen gilt für viele als Inbegriff des ...

Von diesem diffusen Fluidaustritt im neu entdeckten Erzvorkommen SURYA wurde mit einem ROPOS-Tauchgang auch ein Exemplar der neuerdings auf der Roten Liste bedrohter Arten aufgeführten Schuppenfuß-Schnecke (Chrysomallon squamiferum) an Bord der SONNE gebracht.

Die Umgebung eines Erzschlotes in einem Hydrothermalfeld mutet mehr als lebensfeindlich an: In ewiger Dunkelheit schießen 300 Grad heiße, sehr saure Suspensionen voller giftiger Metallsulfide permanent aus den "schwarzen Rauchern". Und dennoch wimmelt es ...

Große Bereiche des neu entdeckten Massivsulfid-Feldes SURYA bestehen aus den Überresten bereits erloschener Hydrothermalquellen. Der abgebrochene Schlot in der Bildmitte besteht in seinem Inneren aus grauem Pyrit, ein Eisensulfid, und Chalkopyrit, einem kupferhaltigen Mineral. Letzteres zeigt an, dass die Temperatur der Fluide über 300 Grad Celsius betragen haben muss.

Es gleicht einem Déjà-vu-Erlebnis. Wir befinden uns mittlerweile in Cluster 6. Wie vor zwei Jahren in Cluster 11 registrieren die hydroakustischen Messsignale des 100 Meter über dem Meeresboden geschleppten Echolot-Geräts HOMESIDE jetzt auch hier, dass sich ...

Biologin Katharina Kniesz vom Integrated Environmental Solutions UG (INES) / Deutschen Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung (DZMB) in Wilhelmshaven bestückt ihre Falle vor dem ROPOS-Tauchgang mit absoluten Leckerbissen für Flohkrebse: Fisch und Katzenfutter.

Fallensteller sind sie mit Leidenschaft. Wie sonst können die Forscherinnen und Forscher in dieser weiten blauen Wüste an ihre Beute kommen, um letztlich beurteilen zu können, wie künftig möglicher Tiefseebergbau auf das Ökosystem wirkt. Der Ideenreichtum, ...

Ein Seitenarm eines "schwarzen Rauchers" zeigt die Zonierung des Erzmineralwachstums von außen nach innen: Eisenoxide (rot) als Verwitterungslage, Pyrit (grau) und Kupferkies (gelb).

Schwupps, weg ist die Nachricht. Ganz bequem kann ich mitten im Indischen Ozean mit meinem Smartphone Nachrichten nach Deutschland senden und erhalten. Dank modernster Technik und der Materialien, aus denen es gebaut ist. Egal wo wir uns gerade befinden, ganz ...

Das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug ROPOS wird für den Tauchgang zum EDMOND-Feld mit aktiven und inaktiven "schwarzen Rauchern" zu Wasser gelassen.

Heute ist es soweit, zum ersten Mal kann ich live und in Farbe einen aktiven "schwarzen Raucher" beobachten. Und nicht nur das! Inzwischen befinden wir uns über dem Edmond-Feld in Cluster 4. Hier gibt es aktive und inaktive hydrothermale Quellen am ...

Basalt mit Aufwuchs eines Schwammes, der seinerseits von Seesternen umschlungen wird.

Die Tiefsee – unendliche Weiten. Wir stoßen in eine Welt vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Gefühlt stehen wir damit auf einer Stufe mit Astronaut Neil Armstrong. Wir spazieren zwar nicht als erster Mensch auf dem Mond, dafür aber auf einem ...

Einige Fahrtteilnehmer beobachten das Auslaufen des Schiffes vom Peildeck.

Stürmische Begegnung Die Begrüßung war heftiger als erwartet und voller Streicheleinheiten. Permanent schlugen die vom Sturm aufgepeitschten Wellen mit voller Wucht und spritzender Gischt gegen den schwarzen Bug des Forschungsschiffes, während es einsam in ...

Das Forschungsschiff SONNE im Hafen von Port Louis, Mauritius.

Die Ruhe vor dem großen blauen Nichts Es ist wohl ein psychologisches Phänomen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treffen sich Punkt 18:00 Uhr auf der vom grünlichgrauen Hafenbeckenwasser umspülten Terrasse des Hotels. Die Sonne steht tief und ...

Geologin Bettina Landsmann vor der FS Sonne.

Am 31.10.2019 läuft das deutsche Forschungsschiff FS SONNE in Port Louis auf Mauritius aus, um mithilfe rohstoffgeologischer Explorationstechniken Metallsulfidvorkommen zu identifizieren, die unterhalb der Austrittsstellen ehemals aktiver heißer Quellen am ...