08. Aug. 2019
Auftakt an jeder Probennahmestation: der CTD-Einsatz.

Auftakt an jeder Probennahmestation: der CTD-Einsatz.

7. August - Die wissenschaftliche Arbeit beginnt

Am frühen Morgen des 6. August haben wir das Arbeitsgebiet und unsere erste Probennahmestation erreicht. Auftakt unserer Arbeiten war, wie an jeder Station, der Einsatz der CTD mit Wasserschöpfer-Rosette, denn als erstes brauchen wir immer einen Überblick über die Eigenschaften der Wassersäule unterhalb der FS SONNE. Auf dem Weg in die Tiefe – hier waren es knapp 1900 Meter bis zum Grund – messen die CTD-Sensoren Temperatur, Salzgehalt, die Sauerstoffkonzentration, Chlorophyll a, Trübung und noch ein paar weitere Parameter. Die Messwerte werden direkt zum Schiff übertragen und man kann sich sofort die Tiefenprofile aller Messwerte anschauen. Ist die CTD am Meeresboden angekommen, entscheiden wir Wissenschaftler gemeinsam anhand der Profile, in welchen Tiefen das Instrument auf dem Weg nach oben stoppen soll, um passend zu unseren jeweiligen Forschungsfragen Wasserproben zu nehmen. Wenn die CTD wieder an Bord ist, scharen sich alle drumherum, um ihre Proben zu bekommen. Da ist schon ein strikter Plan nötig, damit in der richtigen Reihenfolge "gezapft" wird und jeder auch das für seine Arbeit jeweils nötige Wasservolumen bekommt.

Nicht drängeln! Jeder bekommt seine Wasserprobe!

Bild: IOW/R. Prien

Schlammiger Informationsschatz aus der Tiefe: Der MUC kommt mit frischen Sedimentproben an Bord.

Bild: IOW/R. Prien

Proben sichern kann nicht auf Sonne warten.

Bild: IOW/R. Prien

Tropische Regenfronten sind beeindruckende Naturschauspiele, die wir ebenso genießen...

Bild: IOW/R. Prien

…wie blauen Himmel, an dem die Seevögel "rumhängen".

Bild: IOW/R. Prien
1 / 5

Nicht drängeln! Jeder bekommt seine Wasserprobe!

Bild: IOW/R. Prien

Schlammiger Informationsschatz aus der Tiefe: Der MUC kommt mit frischen Sedimentproben an Bord.

Bild: IOW/R. Prien

Proben sichern kann nicht auf Sonne warten.

Bild: IOW/R. Prien

Tropische Regenfronten sind beeindruckende Naturschauspiele, die wir ebenso genießen...

Bild: IOW/R. Prien

…wie blauen Himmel, an dem die Seevögel "rumhängen".

Bild: IOW/R. Prien

Wenn die Wasserproben an Bord sind, steht als nächstes das Beproben des Meeresbodens an. Dafür haben wir einen "Multi-Corer" (kurz MUC) an Bord, der gleichzeitig acht Sedimentproben ziehen kann. Wenn der MUC zurück an Bord ist, müssen die Probenrohre vorsichtig entnommen werden, damit keine Probe verloren geht. Das ist sowieso schon nicht ganz einfach und wird auch nicht grade leichter, wenn ausgerechnet dann ein schwerer tropischer Regenschauer niedergeht. Bei so einem Wolkenbruch bleibt es aber anhaltend warm, und glücklicherweise wechselt das Wetter auch schnell, so dass es gewöhnlich bald wieder aufklart und wir uns an blauem Himmel und den kreisenden Seevögeln freuen können.


Die regelmäßigen Blogeinträge der FS SONNE gibt es ebenfalls unter: https://www.io-warnemuende.de/mit-uns-auf-see-blogs.html