08. Jun. 2018
Die Crew bezieht ihr neues Zuhause: das FS Sonne.

Die Crew bezieht ihr neues Zuhause: das FS Sonne.

Die Expedition SO263 "TongaRift" ist gestartet und die Sonne kann sich über eine neue, buntgemischte Besatzung freuen. Auf dem Transit aus dem Hafen von Suva auf Fidji zum ersten Arbeitsgebiet werden die Mägen der Crewmitglieder bereits auf die erste Probe gestellt.

Am Vortag der Ausfahrt bezogen alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Morgen ihre Kammern an Bord des FS Sonne. Da es auch alle Container samt Luftfracht rechtzeitig nach Suva geschafft haben, können wir pünktlich gegen 9 Uhr Ortszeit den Hafen von Suva auf den Fidschi-Inseln Richtung Osten – Kurs Tonga – verlassen. An Bord sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen, wie Petrologie, Geochemie, Ozeanographie und Biologie. Starker Wind und deutlicher Seegang bereiten noch dem ein oder anderen Fahrtteilnehmer Probleme, aber die Wetterprognosen versprechen Besserung. Da ja ein voller Magen gut gegen Seekrankheit ist, sind wir sehr dankbar für das sehr leckere Essen an Bord.

Das Logo der Expedition SO263

Das Logo der Expedition SO263 "TongaRift".

Bild: SO263
Auslaufen des FS SONNE aus Suva, Fiji.

Auslaufen des FS SONNE aus Suva, Fiji.

Bild: D. Ernst/Jacobs University
Seegang während des Transits.

Seegang während des Transits.

Bild: S. Krumm/FAU
Das Labor wird vorbereitet und eingerichtet.

Das Labor wird vorbereitet und eingerichtet.

Bild: D. Ernst/Jacobs University
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Das Logo der Expedition SO263 "TongaRift".

Bild: SO263

Auslaufen des FS SONNE aus Suva, Fiji.

Bild: D. Ernst/Jacobs University

Seegang während des Transits.

Bild: S. Krumm/FAU

Das Labor wird vorbereitet und eingerichtet.

Bild: D. Ernst/Jacobs University

Die zwei Tage Transit zum ersten Arbeitsgebiet verwenden wir dazu, die leeren Labore des Schiffes mit ihren jeweiligen Arbeitsgeräten in funktionierende Arbeitsplätze zu verwandeln. Das Spektrum ist groß und reicht von grober mechanischer Zerkleinerung wie Sägen bis hin zu Mini-Reinsträumen für spurenmetallfreies Arbeiten. Zudem werden die mitgebrachten Instrumente, wie z.B. der Gaschromatograph zur Bestimmung von Gasgehalten oder das Photometer zur Analyse von Sulfid- und Eisenkonzentrationen, auf ihre Funktionsfähigkeit getestet.

Aber nicht nur drinnen, auch draußen an Deck werden die Großgeräte, wie der Wasserschöpfer, der TV-Greifer und natürlich der Tauchroboter, das ROV MARUM-QUEST, für den Probeneinsatz vorbereitet. Hierbei unterstützt uns die sehr erfahrene und hilfsbereite Mannschaft und auch kleinere Anliegen werden schnell gelöst.

Am ersten Stationsgebiet angekommen, findet nachmittags die erste Probenahme statt. Hierbei werden mithilfe des Kranzwasserschöpfers Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen genommen. Diese Wasserproben dienen zur Analyse von "Hintergrund"-Konzentrationen und zur Kalibrierung der verschiedenen Geräte. Anschließend folgt ein Nachteinsatz des TV-Greifers, der die ersten Gesteinsproben vom Meeresgrund liefern wird. Die erste Probenahme durch das MARUM-QUEST ist in zwei Tagen geplant.

Wir sind gespannt und freuen uns schon auf die ersten Proben und spektakulären Bilder der Hydrothermalsysteme!

Auf den Seiten des GeoZentrum Nordbayern, des MARUM und der Jacobs University Bremen gibt es weitere Hintergründe zur Expedition SO263.