26. Jun. 2018
Ein Stück eines schwarzen Rauchers, welches mit dem TV-Greifer geborgen wurde.

Ein Stück eines schwarzen Rauchers, welches mit dem TV-Greifer geborgen wurde.

Fahrtleiter Prof. Dr. Karsten Haase beprobt mit seiner Arbeitsgruppe Gesteine, die häufig an Subduktionszonen und den damit verbundenen Vulkanen zu finden sind. Sein Ziel ist es, die Prozesse, die bei der Bildung und beim Aufstieg von Magmen in Subduktionszonen eine Rolle spielen, besser zu verstehen und neue Erkenntnisse über die magmatischen und hydrothermalen Stoffkreisläufe zu erhalten.

Die Forschungsgruppe von Karsten Haase nimmt Proben magmatischer Gesteine und Sulfide an aktiven hydrothermalen Austritten des Meeresbodens - von sogenannten schwarzen Rauchern. Viele der geologischen Proben werden mit einem hydraulischen, videogeführten Greifer (TV-Greifer) durchgeführt. Hier wird der Meeresboden punktuell an ausgewählten Lokalitäten beprobt. Diese Art der Probenahme ermöglicht es den Petrologen und Geochemikerinnen an Bord, die Probenlokalitäten über die eingebaute Kamera des Greifers live zu sehen und mit Hilfe der großen Baggerschaufel eine größere Menge an Gesteinen gezielt an Deck des Schiffes zu hieven. Tagsüber werden zudem gezielt Probengebiete mit dem Tauchroboter MARUM-QUEST erforscht.

Milena Schönhofen und Thomas Günther bei der Proben-Dokumentation im Labor.

Milena Schönhofen und Thomas Günther bei der Proben-Dokumentation im Labor.

Bild: S. Krumm/FAU
Karsten Haase holt eine Gesteinsprobe aus dem TV-Greifer.

Karsten Haase holt eine Gesteinsprobe aus dem TV-Greifer.

Bild: S. Krumm/FAU
Hier noch einmal in der Vollansicht: Stück eines schwarzen Rauchers, welches mit dem TV-Greifer geborgen wurde.

Hier noch einmal in der Vollansicht: Stück eines schwarzen Rauchers, welches mit dem TV-Greifer geborgen wurde.

Bild: B. Schleifer/FAU
Das Team von Fahrtleiter Karsten Haase, von links nach rechts: Karsten Haase, Bernd Schleifer, Thomas Günther, Stefan Krumm, Bettina Storch, Milena Schönhofen, Christoph Beier.

Das Team von Fahrtleiter Karsten Haase, von links nach rechts: Karsten Haase, Bernd Schleifer, Thomas Günther, Stefan Krumm, Bettina Storch, Milena Schönhofen, Christoph Beier.

Bild: W. Borchert
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Milena Schönhofen und Thomas Günther bei der Proben-Dokumentation im Labor.

Bild: S. Krumm/FAU

Karsten Haase holt eine Gesteinsprobe aus dem TV-Greifer.

Bild: S. Krumm/FAU

Hier noch einmal in der Vollansicht: Stück eines schwarzen Rauchers, welches mit dem TV-Greifer geborgen wurde.

Bild: B. Schleifer/FAU

Das Team von Fahrtleiter Karsten Haase, von links nach rechts: Karsten Haase, Bernd Schleifer, Thomas Günther, Stefan Krumm, Bettina Storch, Milena Schönhofen, Christoph Beier.

Bild: W. Borchert

Eine weitere Methode, geologische Proben zu gewinnen ist das Vulkanitstoßrohr. Dabei handelt es sich um eine sehr verlässliche, da ohne viel moderne Technik auskommende Methode, bei der ein mit Gewichten beschwertes Rohr auf die Gesteine aufschlägt und vulkanisches Glas in bestimmten Vorrichtungen hängen bleibt. Diese Gläser entstehen, wenn heißes Magma mit ca. 1250 Grad Celsius unter Wasser ausfließt und durch den Temperaturunterschied abgeschreckt wird. Diese Gläser gelten als wichtige Indikatoren für die Zusammensetzung der Magmen und sind ein wichtiger Bestandteil petrologischer und geochemischer Forschungsarbeiten. Wenn die Gesteins-, Sulfid- und Glasproben an Deck sind, werden sie vom Forschungsteam für weitere, in den jeweiligen beteiligten Instituten stattfindende geochemische Analysen vorbereitet.

Diese Arbeiten umfassen das Auswählen und Sortieren der Proben, sowie deren genaue Dokumentation. Zunächst werden die Gesteinsproben fotografiert, vermessen und gesägt. Darauf folgt die Beschreibung der Gesteine und Mineralvorkommen, sowie das Dokumentieren von Texturen und Aussehen. Die Proben sind dann bereit für ihren Transport nach Erlangen, an das GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, wo weitere Analysen durchgeführt werden.