27. Jan. 2020
 Auf der Bohrplattform der JR. Auf der Bohrplattform der JR.

Auf der Bohrplattform der JR. Auf der Bohrplattform der JR.

Wer ist hier eigentlich so alles an Bord? Wer sind die Personen, die den Schiffsbetrieb, das Bohren, die Labore und die Servicebereiche 24 Stunden am Tag und das sieben Tage die Woche stemmen?

Ich kann verraten, das insgesamt immerhin 118 Menschen an Bord sind. Der Kapitän trägt die Verantwortung für das Schiff und die Navigation. Drei Offiziere, der Schiffsarzt, Funker und Kranführer und insgesamt weitere 19 Crewmitglieder inklusive Matrosen stellen mit ihm die Schiffscrew.

Die 24-köpfige Bohrmannschaft aus Drillern, Toolpushern, Elektriker, Ingenieuren, Schweißer und sogenannte Oiler sichern den Bohrbetrieb. Ihr Wirken auf der Bohrplattform und im Bohrturm ist immer wieder faszinierend - es ist harte Arbeit!

Fünfzehn Personen sind für Catering und Kabinen zuständig. Angeleitet von Campboss Chris sorgen drei Köche, ein Bäcker, sechs Stewards und vier Stewardessen für den reibungslosen Service in Küche und in Messe, und sie reinigen die Kabinen.

Der 1. Schiffsoffizier Thomas Hartt weist die Wissenschaftler*innen in das Anziehen der Überlebensanzüge ein.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Maschinenraum der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Toolpusher Bubba Attrryde erklärt verschiedene Bohrköpfe.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Arbeiten in luftiger Höhe.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Ulla, Lisa, Laurel, Debbie (von links) an Deck beim Auslaufen aus Laukota, Fidschi.

Bild: Simon C. George & IODP.

Claire und Lindy vom Team Öffentlichkeitsarbeit in Aktion im Kernlabor.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Warten auf den nächsten Bohrkern.

Bild: Ursula Röhl, MARUM
1 / 7

Der 1. Schiffsoffizier Thomas Hartt weist die Wissenschaftler*innen in das Anziehen der Überlebensanzüge ein.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Maschinenraum der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Toolpusher Bubba Attrryde erklärt verschiedene Bohrköpfe.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Arbeiten in luftiger Höhe.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Ulla, Lisa, Laurel, Debbie (von links) an Deck beim Auslaufen aus Laukota, Fidschi.

Bild: Simon C. George & IODP.

Claire und Lindy vom Team Öffentlichkeitsarbeit in Aktion im Kernlabor.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Warten auf den nächsten Bohrkern.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Das wissenschaftliche Leitungsteam der Expedition ist in weiblicher Hand und besteht aus Debbie und mir (die sogenannten Co-chiefs), Laurel (Projektmanagerin) und Lisa (Labormanagerin). Unter den 30 Teilnehmer*innen sind mehr als zwei Drittel (also 21) Wissenschaftlerinnen – ein Novum und Rekord in der über fünfzigjährigen Geschichte der Ozeanbohrprogramme! Ich erinnere mich noch gut, dass bei meinen ersten Expeditionen nur sehr wenige Wissenschaftlerinnen (an weniger als einer Hand abzuzählen) an Bord waren. Zum Wissenschaftsteam gehören auch unsere drei Outreach-Verantwortlichen Claire, Lindy und Yiming.

Neben uns Wissenschaftler*innen ist das 24-köpfige IODP-Techniker*innen-Team dabei. Zu ihm gehören der Operation Superintendent, die Labormanagerin und ihre zwei Assistent*innen, die Kuratorin, IT-Spezialisten und Programmierer, Ingenieure und Elektroniker sowie eine Publikationsbeauftragte dabei. Ohne dieses Team wären die Arbeiten auf dem Catwalk, in den Laboren und Büros nicht möglich. https://youtu.be/Kq5C1CDlSq0

Alle an Bord arbeiten in zwölf-Stunden Schichten. Nach der Schicht – entweder von 6 bis 18 Uhr beziehungsweise von 18 bis 6 Uhr oder von 12 bis 24 Uhr beziehungsweise 0 Uhr bis 12 Uhr – und der Übergabe davor und danach bleibt wenig freie Zeit. Der Fitnessraum wird in der Regel besonders gut besucht, eher Vereinzelte finden sich spät noch im kleinen Kino auf dem untersten Deck ein. Während des Transits hatte sich eine kleine Musikgruppe gebildet, dafür ist momentan wegen des Schicht- und Bohrbetriebes aber keine Zeit.

Ursula Röhl

24.1.2020


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html