01. Feb. 2020
Kurz vor Beginn eines Science Meetings im Konferenzraum um die Mittagszeit, mit Teilnehmer beider Schichten.

Kurz vor Beginn eines Science Meetings im Konferenzraum um die Mittagszeit, mit Teilnehmer beider Schichten.

In den vergangenen Tagen haben je um die Mittagszeit, dem Tages-Schichtwechsel, Science Meetings stattgefunden. Diese waren angesetzt, um über Ergebnisse der einzelnen Labore zu berichten.

In dem straffen Schichtplan sind die meisten Teilnehmer*innen bisher bei den Messungen und den Beschreibungen der Sedimentkerne und Wasserproben in ihren Arbeitsbereichen voll eingebunden. Intensiverer Informationsaustausch zwischen den Gruppen und eine erste Synthese kommen nun wie gerufen. Während des mehrtägigen Transits können wir diese Zeit auch erübrigen.

Die Kernbeschreiber*innen waren ja schon dran und hatten ihre Beobachtungen, Messungen und daraus resultierende Einteilungen vorgestellt. Die gesamte Sedimentkernabfolge kann aufgrund der visuellen Beschreibung der Bohrkerne, mineralogischer Untersuchungen von Proben am Mikroskop und per Röntgenbeugung im Detail charakterisiert werden. In Kombination mit Farb- und chemischen Element-Analysen sowie weiteren sedimentphysikalischen Daten können verschiedene Einheiten unterschieden werden. Die Mikropaläontolog*innenen stellten ihre Befunde zu den verschiedenen Mikrofossilgruppen wie Nannofossilien, planktonische und benthische Foraminiferen und Radiolarien vor. Aufgrund des Auftretens bzw. Verschwinden bestimmter Mikrofossilarten kann das Alter der Sedimente eingeschätzt werden (Biostratigraphie). Diese umfangreicheren Vorträge hatten vor dem Besuch des Schleppers Hinewai ja bereits begonnen und sind inzwischen fortgesetzt worden. Die Teams sedimentphysikalische Eigenschaften und Paläomagnetik haben inzwischen auch ihre Ergebnisse gezeigt, und die Geochemiker*innen stellten umfangreiche Analysedaten aus Porenwasser und Sedimentproben und erste Auswertungen vor. Abgerundet wurden die sich über drei Tagen verteilten Präsentationen durch den Vortrag zu Kernkorrelationen der einzelnen Bohrungen. Lebhafte Diskussionen sind im vollen Gange.

Teil der Bugwelle.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Die See wird ruhiger und das Wetter besser - nun bei 39°S.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Stillleben im Paläontologie-Labor.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Sonal arbeitet an dem Foraminiferenteil des Berichts.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Allerorten wird an den Berichten gearbeitet: Heather und Elizabeth.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Kernbeschreiber/Sedimentologen bei der Erstellung des Lithostratigraphie-Berichts.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Hojun stellt Abbildungen für den Bericht zusammen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Lustige Idee von Lindy und nette Abwechslung: identifiziere deine Kollegen/innen in den Kinderbildern.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Eine kleine Spielrunde im Geochemielabor zwischendurch.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Arbeiten am sogenannten Top Drive (Oberantrieb) während des Transits nach Tahiti.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Über die internationale Datumsgrenze (180° Längengrad) - nun in der westlichen Hemisphäre auf dem Weg nach Tahiti.

Bild: Ursula Röhl, MARUM
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Teil der Bugwelle.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Die See wird ruhiger und das Wetter besser - nun bei 39°S.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Stillleben im Paläontologie-Labor.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Sonal arbeitet an dem Foraminiferenteil des Berichts.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Allerorten wird an den Berichten gearbeitet: Heather und Elizabeth.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Kernbeschreiber/Sedimentologen bei der Erstellung des Lithostratigraphie-Berichts.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Hojun stellt Abbildungen für den Bericht zusammen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Lustige Idee von Lindy und nette Abwechslung: identifiziere deine Kollegen/innen in den Kinderbildern.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Eine kleine Spielrunde im Geochemielabor zwischendurch.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Arbeiten am sogenannten Top Drive (Oberantrieb) während des Transits nach Tahiti.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Über die internationale Datumsgrenze (180° Längengrad) - nun in der westlichen Hemisphäre auf dem Weg nach Tahiti.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Parallel zu den Vorträgen und Science Meetings stellen momentan alle Laborteams ihre Entwürfe für die Site Reports für die Proceedings of the International Ocean Discovery Program, Volume 378, zusammen. In mehreren Iterationsschritten zwischen Debbie/Laurel/mir und den Wissenschaftler*innen werden wir diese in den nächsten Tagen editieren und vervollständigen. Bevor wir von Bord gehen, müssen sie auf jeden Fall fertig sein. Lindy sorgt mit ihren Ideen immer mal wieder für lustige Einlagen, und auch eine Runde Kartenspiel muss zwischendurch auch mal sein.

Was passiert eigentlich zurzeit mit dem und im Bohrturm? Teilweise sieht es bereits sehr aufgeräumt aus. Der Transit wird aber auch in diesem Bereich für Wartungsarbeiten genutzt, heute am sogenannten Top Drive (Oberantrieb), eine mechanische Vorrichtung, die dem Bohrstrang ein Drehmoment im Uhrzeigersinn zum Bohren eines Bohrlochs zuführt.

Gestern in den frühen Morgenstunden haben wir den 180° Längengrad in nordöstliche Richtung gekreuzt und sind damit nun in der westlichen Hemisphäre. An Bord gilt momentan noch Fidschi-Zeit, das heißt wir sind Bremen 12 Stunden voraus. Da wir aber zugleich die internationale Datumsgrenze überquert haben, müssen wir Datum und Uhrzeit an Bord anpassen, spätestens vor Landgang. Deshalb hat der Kapitän beschlossen, dass am heutigen Freitag, dem 31. Januar, auf 23:59 Uhr nicht 24:00 Uhr, sondern 00:00 Uhr am Freitag, der 31. Januar (ja, das ist richtig so!), folgt. Das heißt, wir erleben den Freitag in dieser Woche zweimal hintereinander. In der darauffolgenden Nacht soll die Uhr um 2 Uhr morgens (dann endlich 1. Februar) noch um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt werden. Damit werden wir dann in der Tahiti-Zeit angekommen sein. Dann sind es noch ungefähr fünf bis sechs Tage, bis wir in den Hafen von Papeete auf Tahiti einlaufen. Bis dahin – es gibt noch viel zu tun, zu diskutieren und zu planen für die Zeit danach, denn die eigentliche Forschung fängt nach der Expedition erst richtig an.

Ursula Röhl, 31.1.2020 = "1. Freitag"


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html