04. Feb. 2020
Morgenstimmung.

Morgenstimmung.

Forschungsbohrfahrten im Rahmen der Ozeanbohrprogramme gibt es inzwischen seit mehr als 50 Jahren. Ein wesentliches Merkmal sind internationale Wissenschaftler*innen-Teams mit Teilnehmer*innen aus allen (momentan) 23 Mitgliedsländern.

(Siehe http://iodp.org/about-iodp/about-iodp und https://www.ecord.org/about-ecord/about-us/). Es sind von Doktorand*innen bis Professor*innen alle Statusgruppen sowie Generationen vertreten. Die Atmosphäre an Bord wird von einem über die Jahrzehnte legendär gewordenem IODP-Teamgeist getragen.

So auch während unserer Expedition 378. Durch die Arbeiten an den Bohrkernen und Proben in den letzten Wochen, den initialen Beschreibungen und Analysen an Bord nach IODP-Standards, wissen wir nicht nur wieviel Bohrkernmaterial gewonnen wurde, sondern schon einiges über Zusammensetzung und mögliche Alter. In den vergangenen Tagen haben alle Gruppen Vorträge vorbereitet und gehalten und Berichte geschrieben und im Austausch mit Debbie, Laurel und mir mehrfach überarbeitet. Diese Phase können und müssen wir aus Zeitgründen nun abschließen – gegen Ende der Woche werden wir im Endhafen dieser Expedition, in Papeete, Tahiti, einlaufen.

Blick vom Bug auf das Brückendeck der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Ein paar Stunden auf dem Deck ausruhen, JR als Rastplatz.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Rettungsring an Bord der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Diskussion von Forschungsprojekten.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Kernlabor wird aufgeräumt, die Sedimentkernhälften sind bereits gepackt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Zahlreiche Boxen mit je 10 Sedimentkernhälften in Plastikcontainern ("D-tubes") lagern nun in den Kühlräumen auf dem sogenannten Hold Deck, dem untersten von 7 Decks in dem sich auch allgemeine Lagerräume befinden.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Clayton Furmann, Logging-Ingenieur, gibt Teilnehmenden eine Einführung in allgemeine Elektronik.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Countdown-Uhr im Labor, Sonntag ist Lava-Cake Tag in der Messe!

Bild: Ursula Röhl, MARUM

T-shirt Logo der Expedition. Nach einem Wettbewerb und geheimer Wahl hat dieses von Rosie Sheward gewonnen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

T-shirt Logo aufbügeln (mit Eleni Anagnostou and Tim Fulton).

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Gruppenfoto.

Bild: Tim Fulton & IODP

Die Teilnehmenden aus deutschen Instituten. S. Brzelinski, Universität Heidelberg – U. Röhl; MARUM – R. Sheward, Universität Frankfurt – E. Anagnostou, GEOMAR (von links nach rechts).

Bild: Tim Fulton & IODP
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Blick vom Bug auf das Brückendeck der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Ein paar Stunden auf dem Deck ausruhen, JR als Rastplatz.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Rettungsring an Bord der JR.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Diskussion von Forschungsprojekten.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Kernlabor wird aufgeräumt, die Sedimentkernhälften sind bereits gepackt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Zahlreiche Boxen mit je 10 Sedimentkernhälften in Plastikcontainern ("D-tubes") lagern nun in den Kühlräumen auf dem sogenannten Hold Deck, dem untersten von 7 Decks in dem sich auch allgemeine Lagerräume befinden.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Clayton Furmann, Logging-Ingenieur, gibt Teilnehmenden eine Einführung in allgemeine Elektronik.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Countdown-Uhr im Labor, Sonntag ist Lava-Cake Tag in der Messe!

Bild: Ursula Röhl, MARUM

T-shirt Logo der Expedition. Nach einem Wettbewerb und geheimer Wahl hat dieses von Rosie Sheward gewonnen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

T-shirt Logo aufbügeln (mit Eleni Anagnostou and Tim Fulton).

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Gruppenfoto.

Bild: Tim Fulton & IODP

Die Teilnehmenden aus deutschen Instituten. S. Brzelinski, Universität Heidelberg – U. Röhl; MARUM – R. Sheward, Universität Frankfurt – E. Anagnostou, GEOMAR (von links nach rechts).

Bild: Tim Fulton & IODP

Besonders intensiv wird nun das weitere Vorgehen nach der Expedition diskutiert – dann geht es erst richtig los. Teilnehmer*innen planen nun die Forschung für die nächste Zeit. Dabei sind jetzt Absprachen zu gemeinsamen Projekten besonders wichtig. Um Diskussionen anzuregen, haben Debbie und ich eine Reihe von Treffen zu Schwerpunktthemen vorgeschlagen. Dabei geht es um zu bearbeitende Zeitintervalle der Erdgeschichte wie zum Beispiel einem zentralen Leitgedanken Klimaentwicklung in der Erdneuzeit: Warmzeiten inklusive dem Wärmepuls vor 56 Millionen Jahren oder der mehrphasigen Abkühlung vor 34 Millionen Jahre. Themenfelder wie Alterseinstufungen der erbohrten Sedimentkern-Abfolge, Rekonstruktionen von Temperatur, Nährstoffen und Produktivität, geochemische Untersuchungen, Ermittlung von Mikrofossil-Vorkommen und -Vergesellschaftung und vieles mehr spielen eine wichtige Rolle. Gut, dass wir jetzt vor der Ankunft in Tahiti Ende der Woche dafür Gelegenheiten haben, während alle noch beieinander sind!

Überall an Bord wird saubergemacht und aufgeräumt oder es werden Wartungen durchgeführt. Clayton hat einen Elektronikkursus für Anfänger angeboten. Wir freuen uns auf den wahrscheinlich letzten sogenannten Lava-Cake (ein Art Mini-Guggelhupf mit flüssiger Schokoladenfüllung, die durch geschicktes Anpieksen des Küchleins eindrucksvoll ausläuft), den es nur ab und an und sowieso nur sonntags gibt. Gestern haben wir die Expeditionslogos ausgeschnitten, und Tim hat sie auf unsere T-Shirts gebügelt. Tim Fulton ist der Fotograf an Bord und hat weitere Gruppenbilder an Deck aufgenommen. Laurel hat uns verraten, dass wir morgen gegen Mittag vielleicht Landsicht haben werden: das sogenannte zur Zeit von Menschen unbewohnte Korallenatoll Îles Maria (oder Hull Island). 

Ursula Röhl, 3. Februar 2020


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html