08. Jan. 2020
Ihr Zuhause für die die kommenden Wochen: Fahrtleiterin Ursula Röhl, Expeditionsmanagerin Laurel Childress und Fahrtleiterin Debbie Thomas auf der Gangway der JOIDES RESOLUTION.

Ihr Zuhause für die die kommenden Wochen: Fahrtleiterin Ursula Röhl, Expeditionsmanagerin Laurel Childress und Fahrtleiterin Debbie Thomas auf der Gangway der JOIDES RESOLUTION.

Die JR kehrte am Tag meiner Ankunft auf Fidschi erst wieder nach auf See überstandenem Sturm in den Hafen von Lautoka zurück, und nach diesem dunkelgrauem und aufgrund des Dauerregens sehr schwülem Montag schien am nächsten Tag bei viel angenehmerer, leichter Brise endlich die Sonne. Ausflüge an Strand und beeindruckende Küstenabschnitte mit zum Teil atemberaubenden Wäldern erleichterten etwas das Eingewöhnen an Klima und Zeitzone.

Am Freitag, den 3. Januar, ging es für uns Co-Chief Scientists bereits an Bord mit einem ersten Tag voller Besprechungen, aber auch endlich ans Gepäck auspacken in unseren Kabinen auf dem Brückendeck! Wir haben es uns nicht nehmen lassen, am Tag darauf das Wissenschaftlerteam – zu dem Zeitpunkt noch im Hotel am Flughafen Nadi – persönlich in Empfang zu nehmen und gemeinsam mit dem gecharterten Bus in den Hafen von Lautoka zur JR zu fahren. Nach großem Hallo haben alle ihre Kammern an Bord gefunden und sich eingerichtet. Dann gab es erstmal eine erste allgemeine Sicherheitseinweisung. Das Küchenteam versorgt uns mit einer Auswahl an schmackhaften Mahlzeiten, sorgsam wird auf persönliche Vorlieben oder mögliche Unverträglichkeiten Rücksicht genommen.

Die nächsten beiden Tage waren durch eine ganze Reihe von Meetings gekennzeichnet: Zunächst stellten wir eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Ziele der Expedition vor und diskutierten, wie die verschiedenen Fachkenntnisse der Teilnehmer optimal eingesetzt werden können. Dann präsentierte Laurel Childress, unsere Expeditionsmanagerin, generelle Tages- und Arbeitsabläufe an Bord.

Busfahrt der Teammitglieder vom Hotel zum Schiff.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl

Kabinenausblick aufs Brückendeck.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl

Leinen los! Nächster Stop: die Bohrlokation südlich von Neuseeland.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl
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Busfahrt der Teammitglieder vom Hotel zum Schiff.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl

Kabinenausblick aufs Brückendeck.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl

Leinen los! Nächster Stop: die Bohrlokation südlich von Neuseeland.

Bild: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, U. Röhl

Ein besonderer Tag ... wir laufen aus!

Am Montag, den 6. Januar, war es dann endlich soweit: Die letzte Leine wurde um 7:20 Uhr Ortszeit gekappt, die JR startete, unterstützt von zwei Pilotbooten, nach dem relativ kurzen Hafenaufenthalt (sogenannter "Portcall") dieser Expedition, die offiziell am 3. Januar begann, die Reise in den Süden. Alle Teilnehmer an Bord versammelten sich auf dem obersten Deck, um euphorisch das Geschehen zu beobachten. Endlich geht es los!

Drilling Superintendent, Kapitän und Schiffsarzt haben dann sich und ihre jeweiligen Arbeitsabläufe vorgestellt, und am ersten Nachmittag auf See haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre wissenschaftlichen Pläne in Kurzvorträgen vorgestellt. Besonders beindruckt hat, dass zu diesem relativ frühen Zeitpunkt der Expedition mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits gemeinsame Projekte formuliert haben, der legendäre IODP-Teamgeist scheint schon zu wirken. Vor uns liegen noch circa sieben weitere Transit-Tage, an denen es viel in den Laboren zu Lernen und Testen gibt. Die See ist weiterhin noch sehr ruhig und alle sind wohlauf.

Ursula Röhl, 7. Januar 2020


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html