16. Jan. 2020
Wir sind da: die Umgebung der Bohrlokation bei Ankunft.

Wir sind da: die Umgebung der Bohrlokation bei Ankunft.

So langsam wird es nochmal richtig spannend, um 7:00 Uhr Ortszeit sind es nur noch 42 Meilen bis zur Bohrlokation. In wenigen Stunden werden wir ankommen, nachdem wir in neun Tagen insgesamt 2.249 Seemeilen zurückgelegt haben – das entspricht in etwa der Luftlinie zwischen Bremen und dem Nordpol und noch ein bisschen, genauer 150 Kilometer, weiter.

Seit ein paar Tagen liegt der untere Teil der Bottom Hole Assembly (BHA) bereits auf dem Rig Floor, der Bohrplattform, bereit. Die BHA ist der untere Teil des Bohrstrangs, angefangen mit dem Bohrkopf und verschiedenen, je nach Einsatz dazu montierten Komponenten wie Stabilisatoren und anderen. Seit kurzem rumpelt es draußen auch mächtig, Bohrstangen werden bereits aus ihrem Lagerplatz geholt.

Seit ein paar Tagen liegt der untere Teil der Bottom Hole Assembly (BHA) bereits auf der Bohrplattform bereit.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Thruster ist oben…

Bild: Ursula Röhl, MARUM

…und jetzt wird der Thruster heruntergelassen. Thruster sind spezielle Motoren, die die JR in Position halten.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Die Bohrkrone wird herabgelassen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Das Bohrgestänge wird nach und nach aneinander geschraubt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Jetzt werden auch die Bohrstangen aus ihren Lagerplatz geholt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Das iron rough neck.

Bild: Ursula Röhl, MARUM
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Seit ein paar Tagen liegt der untere Teil der Bottom Hole Assembly (BHA) bereits auf der Bohrplattform bereit.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Thruster ist oben…

Bild: Ursula Röhl, MARUM

…und jetzt wird der Thruster heruntergelassen. Thruster sind spezielle Motoren, die die JR in Position halten.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Die Bohrkrone wird herabgelassen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Das Bohrgestänge wird nach und nach aneinander geschraubt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Jetzt werden auch die Bohrstangen aus ihren Lagerplatz geholt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Das iron rough neck.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Als wir dann um 11:30 Uhr Ortszeit die Bohrlokation (ca. 52° 13,43‘ S / 166° 11,48‘ E) erreicht haben, werden zunächst die sogenannten Thruster heruntergefahren. Thruster sind Motoren, die das Schiff stabilisieren. Das Wissenschaftlerteam trifft sich auf dem Brückendeck, um das Geschehen zu beobachten. In einem mehrstündigen Prozess wird die Positionierung optimiert und das BHA mit Bohrkrone aufgezogen. Danach wird das Bohrgestänge aus den verschiedenen Segmenten zusammengesetzt unter Einsatz einer gewaltigen Apparatur, dem sog. Iron Rough Neck (IMG_6299) und abschnittsweise auf den Meeresboden in 1.225 Meter Wassertiefe herabgelassen und die genaue Länge ermittelt. Ebenso wird dann der oberste Teil des Bohrstrangs aufgesetzt. Dieser Vorgang kann weitere Stunden in Anspruch nehmen. Am besten ist, sich nun um 15 Uhr nach 17 Stunden auf den Beinen etwas auszuruhen, der erste Bohrkern wird schon gegen 22:00 Uhr erwartet.

Ursula Röhl

15.1.2020


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html