17. Jan. 2020
Ein Bohrkernabschnitt mit Endkappen auf dem Catwalk, kurz bevor dieser ins Labor genommen wird.

Ein Bohrkernabschnitt mit Endkappen auf dem Catwalk, kurz bevor dieser ins Labor genommen wird.

Vorgestern, kurz nach 21 Uhr Ortszeit war es dann soweit, der erste Bohrkern kam an Bord. Alle Teilnehmer*innen der Mittag bis Mitternacht-Schicht – Laurel hatte mich eine halbe Stunde vorher geweckt, damit ich diesen Moment nicht verpasse – waren begeistert, als zum ersten Mal die Durchsage "Core on deck" durch das Schiff schallte.

Die Technikergruppe eilte hinaus auf den sogenannten Catwalk, ein etwas unterhalb der Bohrplattform liegender, den Laboren vorgeschalteter langer Durchgang, nahmen den ersten 9,6 Meter langen Bohrkern von der Bohr-Crew entgegen und legten diesen in die dafür vorgesehenen Halterungen. (https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=HxEk7gq7YRk&feature=emb_title). Dort wird der Bohrkern in 1,5 Meter-Segmente aufgeteilt, diese werden beschriftet und erste Proben für geochemische und mikrobiologische Untersuchungen gesichert . Die einzelnen Segmente werden dann an den Enden mit Kappen verschlossen – dabei kennzeichnen die blauen Kappen "oben" und transparente Kappen "unten", an den Enden, wo Proben entnommen wurden werden gelbe Kappen verwendet.

Der erste Bohrkern der Expedition wird dem Bohrstrang entnommen...

Bild: Ursula Röhl, MARUM

und an die Techniker (mit den blauen Handschuh) auf dem Catwalk übergeben.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der erste Bohrkern ist auf dem Catwalk angekommen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Bohrkern wird beschriftet und markiert sowie in 1,5 Meter Segment zerteilt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Geochemiker warten auf dem Catwalk auf den nächsten Bohrkern um Proben für umgehende Untersuchungen im Labor zu entnehmen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Kernfänger enthält Probenmaterial, dass von den Mikropaläontologen auf dem Catwalk abgeholt und im Labor untersucht wird.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Isabella an ihrem Mikroskop an dem sie kalkiges Nannoplankton bestimmt. Diese Informationen sind für eine Altersabschätzung der Proben wichtig.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Labor werden zunächst zerstörungsfreie Messungen an den Bohrkernen durchgeführt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM
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Der erste Bohrkern der Expedition wird dem Bohrstrang entnommen...

Bild: Ursula Röhl, MARUM

und an die Techniker (mit den blauen Handschuh) auf dem Catwalk übergeben.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der erste Bohrkern ist auf dem Catwalk angekommen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Bohrkern wird beschriftet und markiert sowie in 1,5 Meter Segment zerteilt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Geochemiker warten auf dem Catwalk auf den nächsten Bohrkern um Proben für umgehende Untersuchungen im Labor zu entnehmen.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Der Kernfänger enthält Probenmaterial, dass von den Mikropaläontologen auf dem Catwalk abgeholt und im Labor untersucht wird.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Isabella an ihrem Mikroskop an dem sie kalkiges Nannoplankton bestimmt. Diese Informationen sind für eine Altersabschätzung der Proben wichtig.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Im Labor werden zunächst zerstörungsfreie Messungen an den Bohrkernen durchgeführt.

Bild: Ursula Röhl, MARUM

Aus dem Kernfänger am unteren Ende des Bohrstrangs wird eine größere Probe entnommen und den Mikropaläontolog*innen übergeben. Wir haben Expert*innen für verschiedene Mikrofossilgruppen an Bord, die im Labor das Material umgehend vorbereiten, um es an den Mikroskopen zu untersuchen und Altersinformationen zu ermitteln.

Im Labor werden die Bezeichnungen der Bohrkernabschnitte mit einem Laser eingraviert, das passiert mit der sogenannten Laser Kitty, und danach zunächst umfangreiche, zerstörungsfreie Messungen an den noch ungeöffneten Bohrkernen vorgenommen.

Wie es weitergeht, nachdem die Kerne geöffnet wurden, berichte ich, sobald es geht. Bisher kommt alle 40 Minuten ein weiterer 10 Meter-Bohrkern an Bord und es ist viel zu tun. Swaantje wird in ihrem nächsten Beitrag erstmal die verschiedenen Arbeitsgruppen und ihre Laborbereiche und Zuständigkeiten vorstellen.

Ursula Röhl

16.1.2020


Die Logbuch-Einträge der IODP Expedition 378 finden Sie ebenfalls unter: https://www.marum.de/Entdecken/Logbuch-IODP-Exp-378.html