20. Jan. 2020

Die Maria S. Merian am Hafen von Barbados.

Die ersten Tage auf Barbados haben wir dafür genutzt, unsere menschlichen Sonnenbatterien aufzuladen, um an Bord jederzeit auf Arbeitsmodul schalten zu können.

Auf dem Forschungsschiff verlief die Ladung erfolgreich und nachdem wir Boxen ausgepackt und gelagert hatten, vermissten wir, das Team der physischen Ozeanographie, eine dieser so sorgfältig weggepackten Boxen, ohne die wir nicht arbeiten können. Nach mehreren Stunden erfolgloser Suche und zahllosen verzweifelten Telefonaten nach Deutschland wurde die Box schließlich in einem der hinteren Container gefunden – versteckt hinter und unter unzähligen anderen Boxen.

Der Belohnungs-Regenbogen über der METEOR.

Bild: GEOMAR

Die METEOR verlässt den Hafen von Barbados.

Bild: GEOMAR
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Der Belohnungs-Regenbogen über der METEOR.

Bild: GEOMAR

Die METEOR verlässt den Hafen von Barbados.

Bild: GEOMAR

Nach dieser Aufregung wurden die Instrumente installiert und erste Unterwassermessungen starteten gegen Mitternacht am 18. Januar, nachdem wir den Hafen von Barbados am 17. gegen 11 Uhr abends verlassen hatten. Parallel zu den Messungen startete unsere Schicht ebenfalls um Mitternacht, was bedeutet, dass das ADCP des Schiffs stündlich kontrolliert werden muss. Diese Kontrolle wird in der folgenden Reigenfolge durchgeführt:

1.  Den Wecker des Telefons so schnell wie möglich ausstellen, damit der Mitbewohner in der Koje nicht wach wird.

2. Im dunklen die Leiter finden, um vom Hochbett zu kommen – ohne runterzufallen oder zu brüllen, wenn man sich die Zehen stößt.

3. Die vergessene Brille einfach zurücklassen, um den Mitbewohner auch diesmal nicht zu wecken und zu hoffen, dass du auch ohne Brille genug siehst.

4. Den Monitor des Schiff-ADCPs fast mit der Nase berühren, um erkennen zu können, ob das grüne Licht noch blinkt, denn ohne Brille kannst du doch nichts sehen.

5. Den ADCP-Bogen ausfüllen und den Kopf dabei wieder sehr nah über das Blatt beugen, um auch in die Linien zu schreiben.

6. Zurück auf die Koje gehen und wieder die Leiter zum Hochbett raufklettern, ohne einen Mucks zu machen.

7. Eine Stunde später alles wiederholen.

Um 6:30 am Morgen traf sich das gesamte Team, um mit dem ersten CTD zu arbeiten, das wir ohne Probleme ausgeworfen haben. Dafür wurden wir mit einem Regenbogen belohnt, der über der METEOR auftauchte.


Die Logbuch-Einträge der EUREC4A-Studie finden Sie ebenfalls unter: https://www.oceanblogs.org/msm89/2020/01/18/in-the-beginning-there-was-light/