23. Dez. 2013

Zyklon Amara im Anflug.

Nach acht Wochen geht die Index2013-Expedition zu Ende. Fahrtleiter Uli Schwarz-Schampera zieht eine positive Bilanz und eine Explorationslizenz ist beantragt. Bevor planeterde-Korrespondent Holger Kroker von Bord geht, berichtet er in seinem letzten Logbuch-Eintrag vom stürmischen Ende der Fahrt.

Die INDEX2013-Expedition der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe endet mit guten Nachrichten: Bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA liegt inzwischen ein offizieller deutscher Antrag auf eine Explorationslizenz. Der wird kein Selbstläufer werden, denn Indien will ebenfalls Teile des von Deutschland beanspruchten Gebietes nutzen - und hat seinen Antrag ein gutes halbes Jahr früher eingereicht. Im Februar wird entschieden.

Letzter Tag auf See. Morgen um 3:00 Uhr in der Frühe hat die "Sonne" am Containerterminal von Port Louis zu liegen. Bis 6:00 Uhr können alle Container von Bord gebracht werden, dann wird der Liegeplatz von einem anderen Schiff beansprucht. Um 13:00 Uhr sollen wir dann im Stadthafen von Port Louis von Bord gehen, damit das Schiff schon um 15:00 Uhr wieder ablegen und in Richtung Durban, Südafrika, fahren kann. Kapitän Oliver Meyer hat es eilig, der erste Zyklon der hiesigen Saison ist da. "Amara" befindet sich zurzeit noch nordöstlich weit draußen auf der See, doch für die Nachbarinsel Rodrigues wird schon für heute Abend vor Sturmwetter gewarnt. 

"Amara" war für einige Stunden Gesprächsthema an Bord, denn Hafen wie Flughafen werden geschlossen, wenn der Zyklon nahe ist. Mit wenigen Ausnahmen wollen aber alle Wissenschaftler noch vor Weihnachten in Deutschland sein. Seit gestern Abend ist die Stimmung wieder entspannt. Der Wirbelsturm kommt nur langsam voran und sein Kurs scheint an Mauritius vorbeizuführen. Bis zum Montag dürfte das Wetter zumindest halbwegs halten, allerdings sind Schauer und dichte Bewölkung angesagt. Von Heiligabend an droht der hiesige Wetterdienst allerdings mit starken Schauern, Böen und sehr rauer See.

Methodentests geglückt

Die schlechten Nachrichten an der Wetterfront werden durch die guten Ergebnisse der Forschungsfahrt ausgeglichen. "Wir wollten neue Explorationsmethoden ausprobieren, und diese Tests waren rundum erfolgreich", resümiert Fahrtleiter Uli Schwarz-Schampera von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).  Auf dem ersten Fahrtabschnitt hat man mit Fächerecholot und Seitensichtsonar eine ungewöhnlich detaillierte Karte der zentralindischen Spreizungszone nördlich des Rodrigues-Tripelpunktes erstellen können. "Wir haben unser Wissen über die Flanken im Bereich dieses Grabens sehr erweitern können", so Schwarz-Schampera, "jetzt gibt es eine wunderbare Karte dieser Areale mit einer Auflösung von weniger als zehn Metern, zum Teil auch mit weniger als zwei Metern." Klar ist, dass das Gebiet viel stärker durch tektonische Ereignisse - die Bewegungen der beiden ozeanischen Platten mit- und gegeneinander - geprägt wird, als durch vulkanische Magmaausbrüche. Das ist gut für die Ablagerung von Metallsulfiden und vielversprechend für die Explorationslizenz, die Deutschland gern für bestimmte Gebiete hätte. Der Antrag wurde in der vergangenen Woche bei der Internationalen Meeresbodenbehörde ISA in Kingston, Jamaica, eingereicht.

Auch die Idee, inaktive Hydrothermalfelder mit Hilfe des Magnetometers aufzuspüren, scheint funktioniert zu haben. "Wir konnten trotz Wassertiefen von über 3000 Metern magnetische Anomalien aufzeichnen", berichtet der BGR-Geowissenschaftler, "die entstehen, wenn heiße Lösungen durch basaltisches Gestein strömen und die magnetischen Minerale darin verändern." Durch diese Veränderung verlieren die Minerale ihre magnetischen Eigenschaften, und diese Lücke kann man mit dem Magnetometer erkennen. "Wenn wir dort eine Anomalie messen können", so Schwarz-Schampera, "dann wissen wir, da ist Meerwasser mit dem Nebengestein in Wechselwirkung getreten. Und wenn das Wasser jetzt auch noch warm war, dann haben wir ein Hydrothermalfeld gehabt und jetzt vermutlich Sulfidablagerungen." Der Vorteil: Mit dieser Methode können viel größere Areale erfasst werden, als mit dem Videoschlitten oder gar einem ROV.

Die Fahrtroute der Sonne.

Die Fahrtroute der Sonne.

Bild: BGR
Abschlussfoto der Expedition Index2013-2.

Abschlussfoto der Expedition Index2013-2.

Bild: BGR/Torsten Bierstedt
Diskussion unter Geologen.

Diskussion unter Geologen.

Bild: Kroker
Wimmelnde Garnelen am Kairei-Feld.

Wimmelnde Garnelen am Kairei-Feld.

Bild: BGR
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Die Fahrtroute der Sonne.

Bild: BGR

Abschlussfoto der Expedition Index2013-2.

Bild: BGR/Torsten Bierstedt

Diskussion unter Geologen.

Bild: Kroker

Wimmelnde Garnelen am Kairei-Feld.

Bild: BGR

Rekord am Edmond-Feld

Wissenschaftlich war die Reise ebenfalls ein großer Erfolg. "Das ROV hat da einen Riesenunterschied gemacht", meint Schwarz-Schampera. In der Nähe des Edmond-Feldes hat Index2013 ein neues inaktives Hydrothermalfeld entdeckt und im Edmond-Feld selbst heiße Wässer mit Rekordtemperatur gemessen. "Wir können jetzt sehen, dass das Sonne-Feld wesentlich anders ist als die Felder von Edmond, Kairei und Gauss", erklärt Harold Gibson, Lagerstättenkundler an der Laurentian University im kanadischen Sudbury, "Sonne ist vor allem vulkanisch geprägt, mit Lavaströmen und Kissenlaven, während die anderen eher tektonisch dominiert sind. Dort sind Schuttfächer und die Reste von zusammengebrochenen Vulkanen zu sehen." Sonne ist von allen untersuchten Feldern am dichtesten am Spreizungszentrum des mittelozeanischen Rückens. "Alle jedoch scheinen sehr kupferreiche Sulfide zu enthalten", fährt Gibson fort, "was darauf zurückzuführen ist, dass hier besonders heiße hydrothermale Fluide zirkulieren."

Einen Temperaturrekord konnte die Expedition am Edmond-Feld, dem aktivsten der untersuchten, messen. Dort kam das Fluidbeprobungssystem KIPS zum Einsatz, das an der Universität Kiel entwickelt wurde. Die BGR hat inzwischen ein solches Gerät angeschafft. "Wir messen heute um mehr als 30 Grad höhere Temperaturen als die Kollegen vor 30 Jahren", erklärt Geochemiker Dieter Garbe-Schönberg von der Uni Kiel, "das System scheint sich zu entwickeln." Die 418 Grad Fluidtemperatur liegen nahe an dem Wert, bei dem Meerwasser unter den Druckbedingungen von 3300 Metern Tiefe, kocht.  "Das System ist an einem kritischen Punkt für Meerwasser", so der Forscher, "die physikalischen Eigenschaften dieses Hydrothermalfeldes sind ganz andere als wir sie sonst kennen." Als Parallele fällt ihm nur das ebenfalls sehr heiße System am zentralen mittelatlantischen Rücken ein, das bisher den Temperaturrekord innehatte. Doch das kommt in viel geringerer Tiefe vor.

Überschattet werden die Erfolge durch eine sich anbahnende Rivalität mit Indien. Neu-Delhi hat bereits im Mai 2013 eine Explorationslizenz beantragt - und die dort vermerkten Gebiete überschneiden sich mit denjenigen, für die BGR jetzt im Namen der Bundesrepublik Interesse angemeldet hat. "Das macht alles etwas spannender", meint Schwarz-Schampera. 20 der insgesamt 100 Blöcke, die Deutschland interessieren, werden auch von Indien beansprucht. Handgreiflich untermauert wurde dieser Anspruch bereits. Bei ihren Erkundungsfahrten im Sonne-Feld entdeckten die Deutschen eine indische Fahne, die im Mai 2013 dort abgesetzt worden war.

Rivalität mit Indien

Wie es jetzt weitergeht, ist offen. Im Februar 2014 wird die ISA über beide Anträge entscheiden. Indien hat seinen Antrag früher eingereicht, doch die BGR sieht sich dennoch in einer guten Position. Deutschland forscht bereits seit den 80er-Jahren am südlichen Indischen Zentralrücken, die Inder sind erst vor kurzem hierhin ausgewichen, weil ihr eigentliches Forschungsgebiet durch Piraten zu unsicher wurde. Überdies hat die Bundesrepublik bereits vor langer Zeit ihr Interesse an der Exploration und späteren Nutzung der Massivsulfide bekundet, wie es die Regularien der ISA fordern. "Deutschland", sagt Schwarz-Schampera, "ist damit nach wie vor der einzige Staat, der das jemals getan hat." Dennoch ist die Situation heikel, denn die ISA-Regeln sind nicht eindeutig. In einem vergleichbaren Fall im pazifischen Manganknollengürtel wurde beiden Konkurrenten geraten, sich zu einigen und eine Konsenslösung in Kingston einzureichen.

  • Azoren

    Biologen, Geologen und Umweltphysiker der Ausfahrt M151 ATHENA suchen an Tiefsee-bergen südlich der Azoren nach Korallenvor-kommen. Sie wollen herausfinden, wo und unter welchen Umweltbedingungen heute dort Korallen leben. Die Forscher suchen auch nach fossilen Korallen der letzten 20.000 Jahre, um zu untersuchen, wie diese Korallen in der Vergangenheit auf Klimaänderungen reagiert haben. Von Bord berichten das Expeditionsteam um Fahrtleiter Norbert Frank und die Co-Fahrtleiter Dierk Hebbeln und André Freiwald. Eine Kooperation mit dem IUP Heidelberg, MARUM und SAM.

    Bild: Hermann Bange/GEOMAR/CC BY 4.0

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  • Laptewsee

    Im Rahmen der Expedition TRANSDRIFT XXIV begibt sich der russische Forschungs-eisbrecher Akademik Tryoshnikov in die sibirische Laptewsee. Hier wird das russisch-deutsche Forschungsteam mit verschiedenen Arbeitsmethoden untersuchen, wie sich der Klimawandel auf die arktischen Meere ausgewirkt hat und noch auswirken wird. Live von Bord berichtet Sandra Tippenhauer. Eine Kooperation mit dem AWI.

    Bild: Vladimir Ivanov

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  • Norwegische See

    Die Expedition POS525 widmet sich der umfassenden Untersuchung von Kaltwasserkorallen-Ökosystemen entlang der norwegischen Küste. Hier will das Team unter Leitung von Janina Büscher Proben für Kurzzeit-Experimente an Bord und Langzeitexperimente im Labor sammeln, um die Einflüsse einer veränderten Umwelt auf die biologischen und physiologischen Prozesse von Kaltwasserkorallenarten besser verstehen zu können. Eine Kooperation mit dem GEOMAR Kiel und Oceanblogs.

    Bild: Jan Steffen/Geomar/CC BY-SA 4.0

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  • Tonga

    Ziel der Ausfahrt SO263 ist der Ton­ga-In­sel­bo­gen, ein Un­ter­was­ser­ge­bir­ge mit Dut­zen­den von ak­ti­ven und in­ak­ti­ven Vul­ka­nen am Grund des Südwestpazifiks. Hier, wo die Pazifische Lithosphärenplatte unter die Australische Platte abtaucht, wird die internationale Crew des Forschungsschiffs Sonne die vulkanischen Prozesse und den Eintrag von Gasen und Metallen in die heißen Lösungen und den Ozean untersuchen. Eine Kooperation mit der Jacobs University Bremen, dem MARUM und dem GeoZentrum Nordbayern (FAU).

    Bild: Christoph Beier/FAU

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  • Untersee-Vulkan

    Im Rahmen der Expedition 376 "Brothers Arc Flux" begibt sich das Bohrschiff JOIDES Resolution von Mai bis Juli in die neuseeländischen Gewässer nordöstlich von Auckland. Hier liegt 1500 Meter unter der Wasseroberfläche der submarine "Brothers"-Vulkan, dessen hydrothermales System und die Wechselwirkungen zwischen Seewasser und Vulkangestein das Forschungsteam untersuchen wird – und dabei einen Kilometer in den Untersee-Vulkan bohrt. Live von Bord berichtet Philipp Brandl für planeterde. Eine Kooperation mit dem GEOMAR.

    Bild: Philipp Brandl/GEOMAR

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  • Amazonas

    Im Rahmen der Ausfahrt M147 begibt sich ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Mündungsgebiet des Amazonas. Hier, wo der wasserreichste Fluss der Erde in den Atlantik fließt und sich Süß- und Meerwasser vermischen, wollen sie den Eintrag von Spurenmetallen und gelöstem organischem Material untersuchen. Die Crew um Fahrtleiterin Prof. Dr. Andrea Koschinsky wird dabei von brasilianischen Kolleginnen und Kollegen verschiedener Institutionen unterstützt. Eine Kooperation mit der Jacobs University Bremen.

    Bild: Martin Visbeck/GEOMAR, CC BY 4.0

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  • Zentralatlantik

    Unter der Kennung M146 begibt sich ein Team an Bord des Forschungsschiffs Meteor zum Henry Seamount, einem erloschenen Vulkan 40 Kilometer südöstlich der Kanarischen Insel El Hierro. Die Wissenschaftler hoffen auf einen Nachweis für die hydrothermale Zirkulation von Meerwasser, welche für die Abkühlung der Lithosphäre, den chemischen Austausch zwischen Kruste und Ozean und für marine Ökosysteme von globaler Bedeutung ist. Hier berichtet die Besatzung live vom Ort des Geschehens. Eine Kooperation mit dem MARUM.

    Bild: Frank Schwichtenberg, CC BY 3.0

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  • Ligurisches Meer

    Im Rahmen der Ausfahrt MSM71 bricht ein Forschungsteam unter der Leitung von Heidrun Kopp vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ins Ligurische Meer auf. Mithilfe der 30 hier stationierten Breitband-Ozeanbodenseismometer wollen sie unter anderem die lokale Seismizität untersuchen. Auf planeterde berichten die WissenschaftlerInnen direkt von Bord der Merian. Eine Kooperation mit dem GEOMAR.

    Bild: Karen Hissmann/GEOMAR/CC BY 4.0

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  • Südatlantik

    Im Rahmen der Ausfahrt SO260 untersuchen Fahrtleiterin Sabine Kasten vom Alfred-Wegener-Institut und ihr Team den Kontinentalhang vor Argentinien und Uruguay. Ziel ist unter anderem herauszufinden, wie sich die Meeresströmungen und die verschiedenen Sedimentationssysteme beeinflussen. In Kooperation mit dem MARUM berichten sie auf planeterde direkt von der Sonne.

    Bild: MinCyT

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  • Indischer Ozean III

    Im Rahmen der Ausfahrt SO259 begibt sich ein Forschungsteam mit Fahrtleiter Ulrich Schwarz-Schampera (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) in das deutsche Lizenzgebiet im Indischen Ozean. Dort wollen sie Metallsulfid-Vorkommen an Schwarzen Rauchern aufspüren. Auf planeterde berichtet das Team direkt von Bord der Sonne. Eine Kooperation mit der BGR.

    Bild: BGR

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  • Ägäis

    Im Rahmen der Ausfahrt POS513 begeben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel unter der Leitung des Geologen Armin Freundt in den Hellenischen Inselbogen. Dort wollen sie mithilfe eines Schwerelots Tiefseebohrungen durchführen, um zukünftige Vulkanausbrüche besser abschätzen zu können. Im Logbuch auf planeterde berichten sie direkt von Bord des Forschungsschiffs Poseidon. Eine Kooperation mit dem GEOMAR Kiel.

    Bild: Gerd Fahrenhorst/CC BY-SA 3.0

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  • Südostatlantik

    Im Rahmen der Ausfahrt M122 suchten Meereswissenschaftler vor Angola und Namibia nach Korallenvorkommen. Sie wollten herausfinden, welchen Umweltbedingungen Kaltwasserkorallen ausgesetzt sind und wie sie in der Vergangenheit auf Klimaänderungen reagiert haben. Für planeterde berichten von Bord: Expeditionsleiter Dierk Hebbeln und die Bremer Studentin Maren Bender. Eine Kooperation mit dem MARUM.

    Bild: MARUM

     

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  • Amundsenmeer

    Im Rahmen der Ausfahrt PS104 begeben sich Forscherinnen und Forscher des Alfred-Wegener-Instituts mit der Polarstern in den Südlichen Ozean. Das Hauptarbeitsgebiet ihrer Expedition befindet sich im südlichen Amundsenmeer und der Pine-Island-Bucht. Dort erbohren sie Sedimentkerne, um Aufschluss über den westantarktischen Eisschild (WAIS), seine klimabedingten Veränderungen und deren Folgen zu erhalten. Auf planeterde berichtet das Team um Fahrtleiter Karsten Gohl von Bord. Eine Kooperation mit dem AWI.

    Bild: Johann Klages

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  • Indischer Ozean II

    Im Rahmen der Ausfahrt MSM59 mit der Maria S. Merian begeben sich Forscherinnen und Forscher in das Gebiet südöstlich von Madagaskar. Mit Hilfe moderner rohstoffgeologischer Explorationstechniken identifizieren sie Metallsulfidvorkommen an Schwarzen Rauchern. Die Geowissenschaftler um Leiter Ulrich Schwarz-Schampera (BGR) berichten im Logbuch für planeterde direkt von der Merian. Eine Kooperation mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

    Bild: U. Schwarz-Schampera/BGR

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  • Japan

    Im Fokus der Ausfahrt SO251 steht die Erforschung des geologischen Archivs vor der Küste Japans. Erdbeben, submarine Rutschungen und Tsunamins hinterlassen ihre Spuren in den Sedimenten des Japangrabens und Nankaitrogs. Diesen spürt das Team um die beiden Fahrtleiter Achim Kopf und Michael Strasser nach, um Entstehung und Folgen der Beben besser zu verstehen und daraus Modelle zu entwickeln. Im Logbuch berichten sie über das Leben und Arbeiten an Bord. Eine Kooperation mit dem MARUM und der Universität Innsbruck.

    Bild: Jess Hillman

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  • Arktisfjorde

    Das Forschungsschiff Maria S. Merian begibt sich im Juli dorthin, wo der Klimawandel deutlich zutage tritt: in die Arktis. Im Rahmen der Ausfahrt MSM56 untersuchen Geowissenschaftler das Wasser in mehreren Fjorden, um die Auswirkungen steigender Temperaturen und des enormen Süßwassereintrags zu verstehen. In Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut berichten die Forscher um Fahrtleiter Boris Koch in einem Logbuch von der Ausfahrt.

    Bild: B. Koch

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  • Nordatlantik

    Für die Expedition MSM54 macht sich die Maria S. Merian auf den Weg in den Nordatlantik, bis hoch hinauf nach Kanada und Grönland. Das Ziel: Die Wasserbewegungen in der Labrador- und Irminger-See besser zu verstehen. Schließlich beeinflussen die Ströme mit ihrem Weg über die Weltkugel das Klima. Für planeterde berichten die Wissenschaftler um den Kieler Ozeanographen und Fahrtleiter Johannes Karstensen von der Expedition. Eine Kooperation mit dem GEOMAR Kiel.

    Bild: As3.1415rin/CC BY-SA 3.0

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  • Drake-Passage

    Im Rahmen der Ausfahrt PS97 begeben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Ländern in die stürmischen Gewässer zwischen Kap Hoorn und der Antarktis. Unter der Leitung von Frank Lamy, Geowissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut (AWI), untersuchen sie, welche Rolle die Drake-Passage für den antarktischen Zirkumpolarstrom und das globale Klima spielt. Eine Logbuch-Kooperation mit dem AWI.

    Bild: Lars Lehnert/Polarstern Besatzung

     

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  • Tropischer Atlantik

    Als Teil der Wissenschafts-Crew verbringt die Biologie-Studentin Lisa Eßer vier Wochen an Bord der FS METEOR. Die Expedition M105 im tropischen Atlantik geht der Frage nach, wie sich Sauerstoff im Ozean verteilt und welche biogeochemischen Prozesse dabei ablaufen. Auf planeterde berichtet sie in "Lisas Log" über den Alltag und die Arbeit auf dem Schiff.

    Bild: Elisabeth Eßer

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  • Indischer Ozean I

    planeterde-Autor Holger Kroker sticht mit dem Forschungsschiff SONNE in See: Gemeinsam mit Geowissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe befindet er sich auf einer Expedition in den Indischen Ozean, um das Auftreten metallreicher Ablagerungen entlang ozeanischer Spreizungszonen zu untersuchen. Für planeterde berichtet Kroker im Logbuch über seine Zeit an Bord. Eine Kooperation mit der BGR.

    Bild: B. Grundmann/GEOMAR

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