22. Mai. 2018
Gösta Hoffmann Uni Bonn Steinmann Institut

Dr. Gösta Hoffmann vom Steinmann Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Dr. Gösta Hoffmann lehrt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in Allgemeiner Geologie und leitet dort die Arbeitsgruppe Umweltgeologie. Sein Forschungsfeld führt ihn zu den schönsten Orten: den Küstenräumen unserer Erde.

Was ist der Gegenstand Ihrer Forschung?
Ich beschäftige mich mit der Veränderung von Küstenräumen. Interessant ist hier die Höhe des Meeresspiegels: Steigt dieser, so verschiebt sich der Küstenraum in Richtung Land. Eine seewärtige Verlagerung ist bei fallendem Meeresspiegel zu beobachten. Gründe für Änderungen des Meeresspiegels sind vielfältig. Teilweise sind sie klimatisch induziert und relativ langsam. Andererseits kann der Meeresspiegel auch sehr schnell ansteigen und katastrophale Auswirkungen haben. Letzteres ist insbesondere bei Sturmfluten und Tsunamis zu beobachten. Die globale Erderwärmung führt auch zu steigenden Meeresspiegelständen. Deren Auswirkungen zu quantifizieren, ist eine spannende Herausforderung.

Gösta Hoffmann bei erfolgreicher Suche nach einem Paläomangrovenwald. Dieser wurde in einem Schurf an der Ostküste Omans entdeckt.

Gösta Hoffmann bei erfolgreicher Suche nach einem Paläomangrovenwald. Dieser wurde in einem Schurf an der Ostküste Omans entdeckt.

Bild: Valeska Decker/Universität Bonn
Das Fieldcamp am Strand von Fins, Oman.

Das Fieldcamp am Strand von Fins, Oman.

Bild: G. Hoffmann/Universität Bonn
Schreibtisch am Strand: Für Gösta Hoffmann gibt es keinen schöneren Arbeitsplatz.

Schreibtisch am Strand: Für Gösta Hoffmann gibt es keinen schöneren Arbeitsplatz.

Bild: G. Hoffmann/Universität Bonn
Flamingos in der Lagune von Sur (Oman). Im Hintergrund sind Mangroven zu erkennen.

Flamingos in der Lagune von Sur (Oman). Im Hintergrund sind Mangroven zu erkennen.

Bild: Valeska Decker/Universität Bonn
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Gösta Hoffmann bei erfolgreicher Suche nach einem Paläomangrovenwald. Dieser wurde in einem Schurf an der Ostküste Omans entdeckt.

Bild: Valeska Decker/Universität Bonn

Das Fieldcamp am Strand von Fins, Oman.

Bild: G. Hoffmann/Universität Bonn

Schreibtisch am Strand: Für Gösta Hoffmann gibt es keinen schöneren Arbeitsplatz.

Bild: G. Hoffmann/Universität Bonn

Flamingos in der Lagune von Sur (Oman). Im Hintergrund sind Mangroven zu erkennen.

Bild: Valeska Decker/Universität Bonn

Warum haben Sie diesen Fokus gewählt?
Küstenräume waren schon immer präferierte Siedlungsräume des Menschen. Gründe dafür sind zum Beispiel der Zugang zu Handelswegen, Fischerei und in den letzten Jahrzenten auch die touristische Nutzung des Küstenraumes. Somit hat die Forschung in Küstengebieten einen ganz praktischen und anwendungsbezogenen Nutzen.
Natürlich kann es auch ganz angenehm sein, wenn der Strand das Forschungsgebiet ist.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Den gibt es nicht. Am liebsten bin ich draußen und sammele Daten. Meist aber ist es dann doch Büro und Datenauswertung steht auf dem Tagesprogramm. Gerne bin ich aber auch im Hörsaal mit den Studierenden.

Was fasziniert Sie am meisten an Ihrer Arbeit?
Jeden Tag etwas spannendes Neues zu entdecken und das gleich an junge, interessierte Menschen weiterzugeben.

In welche Richtung würden Sie Ihre Forschung zukünftig gerne vertiefen?
Ich würde gerne noch in anderen spannenden Küstengebieten forschen. Zum Beispiel entlang der indischen Westküste.