13. Mär. 2019
Fridays for Future

Am 15. März 2019 beteiligen sich Schüler und Studenten aus 92 Ländern an der Klimabewegung "Fridays for Future".

In einer gemeinsamen Stellungnahme unterstützen mehr als 12.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Klimabewegung "Fridays for Future". Am Freitag soll eine Liste der unterstützenden Forscher an die Umweltaktivisten übergeben werden.

Während der Unterrichtszeit demonstrieren Schüler und Studenten auf der ganzen Welt mittlerweile jeden Freitag für mehr Klimaschutz. "Die jungen Menschen fordern zu Recht, dass sich unsere Gesellschaft ohne weiteres Zögern auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Ohne tiefgreifenden und konsequenten Wandel ist ihre Zukunft in Gefahr", heißt es in der Stellungnahme. Vor allem die Politik stehe in der Verantwortung, zeitnah die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Insbesondere müsse klimafreundliches und nachhaltiges Handeln einfach und kostengünstig werden, klimaschädigendes Handeln hingegen unattraktiv und teuer.

Frühlingseinzug und Schnee- bzw. Gletscherschmelze am Kongsfjord (Küste südlich Feiringfjellet) Spitzbergen.

Frühlingseinzug und Schnee- bzw. Gletscherschmelze am Kongsfjord (Küste südlich Feiringfjellet) Spitzbergen.

Bild: René Bürgi
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Frühlingseinzug und Schnee- bzw. Gletscherschmelze am Kongsfjord (Küste südlich Feiringfjellet) Spitzbergen.

Bild: René Bürgi

Unter den Unterzeichnern finden sich unter anderem die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Antje Boetius sowie die stellvertretende Direktorin Karen Wiltshire. Diese sprach am Dienstag bei einer Bundespressekonferenz anlässlich der veröffentlichten Stellungnahme über die Bedeutung der Meere und wies darauf hin, dass die Klimawandelfolgen als ersten an den Küsten zu spüren sind. "In einigen Jahrzehnten werden 70 Prozent der Menschen an Küsten leben. Viele Fragen der Zukunft sind daher eng mit dem Anstieg des Meeresspiegels verbunden. Es ist absolut berechtigt, gar notwendig, dass junge Menschen heute für die Klimapolitik auf die Straße gehen, denn ohne weitreichende Veränderung ist ihre Zukunft in Gefahr", sagt Karen Wiltshire.

Antje Boetius sagt: "Die jungen Menschen haben recht damit, ihre Sorgen um Klimawandel, Natur und Artenvielfalt laut und sichtbar zu demonstrieren und schnelles Handeln einzufordern. Wenn ich ihnen zuhöre, denke ich, sie haben sehr gut in der Schule aufgepasst, denn sie können den Zusammenhang zwischen unserem heutigem Handeln und der Zukunft herstellen. Anscheinend sogar besser als viele Erwachsene, für die vielleicht eine Schulpflicht für Umwelt- und Klimawandelthemen eingefordert werden sollte.“

Die Stellungnahme sowie die Liste der Unterzeichner finden Sie auf der Seite von Scientists for Future. Die Stellungnahme kann noch bis Donnerstag, 23.59 Uhr von Wissenschaftlern unterzeichnet werden.


Quelle: Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung