04. Mai. 2018
Junge Forschende gehen neue Wege in der Konferenzdiskussion.

Diskussion über Problemlösungen geowissenschaftlicher Forschung während einer EGU-Session.

Im Rahmen der kürzlich in Wien stattfindenen Tagung der Europäischen Geowissenschaften (EGU) organisierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ein Experiment zum zu Tage Fördern von geowissenschaftlichem Diskussionspotential auf Konferenzen.

Während der Diskussion nach Konferenz-Präsentationen kann meist nur die positive Spitze des Forschungs-Eisbergs beleuchtet werden. Verborgen in den Tiefen der Tagungsräume bleiben allerdings sowohl die nicht ausgesprochenen Herausforderungen, mit denen sich Forschende konfrontiert sehen, als auch die Ideen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Mögliche Synergien bleiben ungenutzt. Von diesen Annahmen ausgehend haben Junge Geomorphologen die Session SC1.29/GM12.1 "Crowd-solving problems in earth science research" entwickelt. Im Rahmen der European Geoscience Union (EGU), der größten geowissenschaftlichen Konferenz in Europa, haben sie damit eine neue Art der Session ausprobiert.

Der Fokus der Session lag auf der Diskussion.

Der Fokus der Session lag auf der Diskussion.

Bild: Conveners SC12.9GM1.21
Teilnehmende gaben positive Rückmeldungen zur Veranstaltung.

Teilnehmende gaben positive Rückmeldungen zur Veranstaltung.

Bild: Conveners SC12.9GM1.21
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Der Fokus der Session lag auf der Diskussion.

Bild: Conveners SC12.9GM1.21

Teilnehmende gaben positive Rückmeldungen zur Veranstaltung.

Bild: Conveners SC12.9GM1.21

Anstatt der üblichen zwei bis drei Minuten, die in der Regel für die Diskussion nach Konferenzvorträgen vorgesehen sind, wurden Vorträge mit jeweils nur zwei Minuten Länge gehalten - dafür jedoch ganze 40 Minuten gemeinsam diskutiert. Nachwuchsforschende trugen fünf Herausforderungen aus ihren Projekten vor. Die Themen reichten von der Finanzierung über Numerische Modelle bis hin zum subjektiven Aspekt der Forschung. Gemeinsam wurden Lösungsansätze und Ideen sowie neue Problemstellungen der wissenschaftlichen Arbeit herausgearbeitet und in einem Blogeintrag festgehalten. "Das neue Format der Session wurde sehr gut aufgenommen", so das Organisationsteam der Session, das sich aus jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Italien, der Schweiz, Großbritannien und Deutschland zusammensetzt. Es hat aber auch gezeigt, dass ein Bedürfnis besteht nach mehr wissenschaftlichem Austausch und Diskussionen, kurz: nach Kommunikation. Mit dieser experimentellen Session, deren Durchführung von der British Society for Geomorphologie und dem Arbeitskreis für Geomorphologie untersützt wurde, wurde dafür ein entsprechender Rahmen geschaffen.


Quelle: Conveners EGU-Session SC12.9GM1.21