Kurzname: ICDP-Ohridsee
Projekt: Das internationale Tiefbohrprogramm SCOPSCO im Ohridsee (Mazedonien/Albanien) - Rekonstruktion der geologischen und evolutionären Geschichte des ältesten Sees Europas
Laufzeit: 01.11.2011 bis 31.10.2012
Koordination:

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Universität Gießen, Institut für Allgemeine und Spezielle Zoologie
Heinrich Buff Ring 26-32
35392 Gießen

Programm: BMBF Rahmenprogramm »Forschung für nachhaltige Entwicklungen« (2009)
Themenschwerpunkt: Geowissenschaften, Ökosystem, Klima
Ziele:

Im Rahmen des gemeinsamen ICDP Projektes "Scientific Collaboration On Past Speciation Conditions in Lake Ohrid (SCOPSCO)" mehrerer deutscher und europäischer Forschungsinstitute sollen im Ohridsee fünf bis zu 680 m lange Sedimentsequenzen sowohl auf albanischer als auch mazedonischer Seite gezogen werden. Für die Bohrkampagne wird eine Bohrplattform genutzt, die bereits erfolgreich in anderen See-Tiefbohrprojekten (Van-See in der Türkei und Totes Meer) eingesetzt wurde.

  • Wissenschaftliche Zielstellungen des Tiefbohrprogramms im Ohridsee sind:
  • Informationen über Alter und Ursprung des Sees zu erhalten,
  • die seismo-tektonische Geschichte des Sees aufzudecken,
  • kontinuierliche Nachweise über Klimaveränderungen im nördlichen Mittelmeerraum zu erhalten,
  • ein besseres Verständnis darüber zu erhalten, wie geologische oder Umweltveränderungen in der Vergangenheit Evolutionsmuster und Biodiversitätsraten beeinflusst haben.

Wissenschaftspolitische Zielstellungen sind:

  • die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf dem Balkan und
  • die Ausbildung von Multiplikatoren, um die Sensibilität der Bevölkerung gegenüber dem See zu erhöhen, aktiv zum Erhalt des Weltnaturerbes beizutragen und einen ökologisch verträglichen Tourismus zu fördern.