Kurzname: SPACES - GeoArchives II
Projekt: SPACES - GeoArchives II: Signals of Climate and Landscape Change preserved in Southern African GeoArchives
Laufzeit: 01.07.2016 bis 30.06.2018
Koordination:

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Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 2
85354 Freising-Weihenstephan

Projektpartner:
Programm: BMBF Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA3)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit dem südlichen Afrika
Ziele:

Das Verbundprojekt GeoArchives II wird im Rahmen des Programms "SPACES" (Science Partnerships for the Assessment of Complex Earth System Processes) gefördert. In dessen Mittelpunkt steht die Durchführung von wissenschaftlichen Kooperationsprojekten die zur Formulierung wissenschaftsbasierter Managementempfehlungen für die Region Süd­liches Afrika beitragen sollen, um langfristig eine nachhaltige Nutzung und den Erhalt von Ökosystemdienstleistungen zu sichern. Das Verständnis wie historische Landnutzung im südlichen Afrika über die vergangenen Jahrtausende umgesetzt worden ist, ist ein Schwerpunkt von GeoArchives II, welcher unter Einbindung und Förderung lokaler Partner aus Namibia und Südafrika untersucht werden soll. In Folge des Klimawandels werden erhebliche regionale Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen erwartet, die in der modernen Landnutzungsplanung und bei Managementstrategien im Kontext einer zukunftsorientierten Adaptationstrategie zu berücksichtigen sind. Geoarchives II baut auf den Ergebnissen der erfolgreichen ersten Projektphase auf und setzt die Arbeiten fort wie aus Sedimentkernen Klimaänderungen während des Holozäns abgelesen werden können. Aufbauend auf dem Ergebnis, dass die sedimentären Prozesse in der semi-ariden Kalahari und ihrer angrenzenden Gebiete stark an das regionale Klima gekoppelt sind, stellen Salzpfannen unterschiedlichster Genese (Inlandssalzpfannen, Salzpfannen der ‚river end deposits', verlandete Küstenlagunen) eine der wenigen verfügbaren Geoarchive in der Region dar. Die Ablagerungssequenzen beinhalten eine quasi-kontinuierliche Aufzeichnung des lokalen bis regionalen Umweltsignals, das nach dem in Geoarchives I entwickelten Altersmodell bis in das höchste Pleistozän zurückreicht.

Durch die Auswertung längerer Zeitreihen wird lokalen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit ein umfangreiches Orientierungs- und Entscheidungswissen zum Klimageschehen zur Verfügung gestellt werden.

Am Projekt GeoArchives sind die TU München, das GeoForschungsZentrum Potsdam, Senckenberg am Meer Wilhelmshaven und das ICBM der Carl Von Ossitzky Universität Oldenburg beteiligt. Die Projektbeteiligten arbeiten eng mit der University of Cape Town und der University of Namibia zusammen.

Projektwebseite:

Weitere Informationen sind der Projektwebseite der TU München zu entnehmen und der Broschüre SPACES – Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region südliches Afrika. Die Broschüre steht auch als englischsprachige Version zur Verfügung.