Kurzname: Flussfrachten
Projekt: Beeinflussung der Küstenökosysteme Ost-Sumatras durch anthropogene und natürliche Flussfrachten: Schadstoffmengen, deren Transport und Verbleib - Beeinflussung der Küstenökosysteme Ost-Sumatras durch anthropogene und natürliche Flussfrachten von Schwermetallen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen | Industrielle und städtische Einleitungen von natürlichem und anthropogenem partikulärem organischen Material in Ostsumatra, Indonesien | Untersuchung des Exports von gelöstem organisch gebundenen Kohlenstoff aus den Torfwäldern Sumatras und dessen Auswirkung auf aquatische Ökosysteme | Simulation der Hydrodynamik und der Schadstoffausbreitung in den Gewässern von Ostsumatra | Untersuchung des Küstenabflusses in Südost-Sumatra mit Satellitendaten der Wasserfarbe und in-situ Messungen
Laufzeit: 01.09.2007 bis 31.08.2010
Koordination:

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Universität Bremen, Fachbereich Biologie/Chemie (Meereschemie)
Leobener Straße
28359 Bremen

Projektpartner:
Programm: Programm Meeresforschung der Bundesregierung (1993)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Indonesien
Ziele:

Die Ästuar- und Küstengewässer Ost-Sumatras werden durch große Mengen sauerstoffzehrender Substanzen und durch verschiedene Klassen gefährlicher Chemikalien ( u. a. Pestizide, Schwermetalle, Polynukleare Aromatische Kohlenwasserstoffe) bedroht, die aus der Abfallentsorgung der rasch wachsenden Bevölkerung und teilweise unkontrollierten industriellen Aktivitäten stammen. Im Rahmen des bilateralen Verbundprojektes wird die Umweltqualität der sechs wichtigsten Fluss/Ästuarsysteme Ost-Sumatras erfasst und die Auswirkungen auf die Küstenökosysteme ermittelt. Die deutsch-indonesische Forschergruppe beabsichtigt nicht nur die Konzentration und Transformation, sondern auch den Transport und Schicksal verschiedener Schadstoff-Klassen vom Frisch- bis in den Salzwasserbereich zu bestimmen.

Gestützt auf Kenntnisse und Erfahrungen aus einem Vorläuferprojekt am Siak-Fluss, wird das Wissenschaftler Team küstenferne Untersuchungen auf einem indonesischen Forschungsschiff mit kurzen "speed-boat-trips" zur ästuarinen Beprobung kombinieren, um so Basisdaten für Transportmodelle und die Interpretation von Fernerkundungsdaten zu erhalten.

Die Arbeiten liefern die wissenschaftliche Basis für ein zukünftiges "Küsten-Zonen-Management", indem die Art und Höhe der Verschmutzung in den jeweiligen Systemen sowie deren Herkunft bestimmt werden und indem die Ablauf-Routen in den Küstenbereichen mit numerischen Modellen und Satellitenbeobachtungen verfolgt werden. Neben der Erstellung von Handlungs-Empfehlungen für die Behörden werden die Studien dringend benötigte Daten für die LOICZ-Datenbank über die wenig bekannten Ästuare Südostasiens liefern.