Kurzname: NITROSO
Projekt: NITROSO: Der Ozean als Quelle von klimarelevanten Spurengasen - Einfluss der Ozeanversauerung auf die Emissionen und die Bildungsmechanismen von Distickstoffmonoxid (N2O, Lachgas) im Südlichen Ozean (Antarktis)
Laufzeit: 01.08.2017 bis 31.07.2020
Koordination:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel

Projektpartner:

Third Institute of Oceanography, Xiamen (China)

Programm: Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit (MARE:N)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China
Ziele:

Das Vorhaben wird im Rahmen der bilateralen Vereinbarung zur Meeres- und Polarforschung zwischen Deutschland und China durchgeführt.

N2O (Distickstoffmonoxid, Lachgas) ist ein wichtiges Treibhausgas, das ein großes Ozonabbaupotential besitzt. Es wird vermutet, dass der Südliche Ozean bei einer Fläche von 6% mit ca. 24% aller natürlichen Emissionen, eine außergewöhnlich große globale Quelle dieses Spurengases darstellt. Die bisherige Datenlage ist jedoch für eine genaue Bewertung und Modellierung nicht ausreichend. Darüber hinaus ist der Südliche Ozean aufgrund seiner einzigartigen chemischen Bedingungen neben den arktischen Gewässern besonders stark von der Ozeanversauerung betroffen, die wiederum die N2O-Freisetzung beeinflusst. Vor diesem Hintergrund zielt das Vorhaben auf die Entschlüsselung der Rolle des Südlichen Ozeans als ‚hot spot‘ der ozeanischen N2O-Emissionen und die Untersuchung der Auswirkungen der Ozeanversauerung auf die marinen N2O-Bildungwege. Um dieses Ziel zu erreichen ist die Durchführung eines umfassenden Mess- und Untersuchungsprogramms während der 34. „Chinese National Antarctic Expedition“ geplant. Das Vorhaben schließt auch den gegenseitigen Austausch von Wissenschaftlern und Studenten ein, um die deutsch-chinesische Zusammenarbeit zu stärken und um den Austausch von Wissen und Technologie zu erleichtern.

Die Projektergebnisse sind zur Abschätzung der zukünftigen Folgen des globalen Klimawandels, insbesondere der Ozeanversauerung, für den Südlichen Ozean von besonderer Bedeutung.  Da klimarelevante Emissions- und Transformationsprozesse in anthropogen wenig beeinflussten Regionen bisher nur wenig und zumeist methodisch unzureichend untersucht sind, wird mit dem Vorhaben NITROSO eine Datenbasis zu N2O-Bildungs- und Emissionsprozessen geschaffen, die für die globale biogeochemische Modellierung der natürlichen und anthropogen beeinflussten Wechselwirkungen im globalen Klimageschehen dringend benötigt wird.