Kurzname: SO-TRACE
Projekt: SO-TRACE: Emissionen von Dimethylsulfid und Isopren und ihr Einfluss auf Aerosole und Klima im Südpolarmeer
Laufzeit: 01.08.2017 bis 31.07.2020
Koordination:

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GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel

Projektpartner:

Third Institute of Oceanography, Xiamen (China)

Programm: Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit (MARE:N)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit China
Ziele:

Das Vorhaben wird im Rahmen der bilateralen Vereinbarung zur Meeres- und Polarforschung zwischen Deutschland und China durchgeführt. Der Ozean ist eine wichtige Quelle für atmosphärische Spurengase, die vom marinen Phytoplankton gebildet werden und trotz ihrer geringen Konzentration eine große Wirkung auf das Klima der Erde haben. Wenn diese Gase vom Meer in die Atmosphäre gelangen, beeinflussen sie die Ozon- und Radikalchemie sowie die Partikelbildung in der tiefen und mittleren Atmosphäre und haben damit über Rückstrahlprozesse und Wolkenbildung einen direkten Einfluss  auf das globale Klima.

Das Südpolarmeer ist eine der wenigen Regionen, in denen diese Prozesse noch relativ unbeeinflusst von menschlichen Einflüssen ablaufen. Gleichzeitig gilt das Südpolarmeer als eine bedeutende Quelle biogener mariner Spurengase. Es stellt somit ein ideales natürliches Labor zur Untersuchung und Quantifizierung mariner biogener Spurengase bei der Bildung von Aerosolen und Wolkenkondensationskeimen dar. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem Third Institute of Oceanography, Xiamen, China, zwei Schiffexpeditionen ins Südpolarmeer durchführen und dort die Wechselwirkungen der Spurengasemission (Dimethylsulfid, Isopren) und der Aerosolbildung erstmals in gleichen räumlichen und zeitlichen Skalen messen.

Da klimarelevante Emissions- und Transformationsprozesse in anthropogen wenig beeinflussten Regionen bisher nur wenig und zumeist methodisch unzureichend untersucht sind, wird mit dem Vorhaben SO-TRACE eine Datenbasis geschaffen, die für das Verständnis und die Modellierung der natürlichen und anthropogen beeinflussten Wechselwirkungen im globalen Klimageschehen unerlässlich ist.