Kurzname: Foralnva
Projekt: Foralnva: Lessepssche Foraminiferen-Migration als Modell einer marinen Invasion unter Klimaerwärmung
Laufzeit: 01.03.2019 bis 28.02.2022
Koordination:

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Universität Bremen, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM), AG Mikropaläontologie-Paläoozeanographie
Leobener Str. 8
28359 Bremen

Projektpartner:

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) Bremerhaven, Proxy-Labor

Ben Gurion University of the Negev Beersheva [Israel]

Geological Survey of Israel Jerusalem [Israel]

Israel Oceanographic & Limnological Research (IOLR) Haifa [Israel]

Programm: Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit (MARE:N)
Themenschwerpunkt: Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Israel
Ziele:

Das bilaterale Projekt ForaInva untersucht die umfangreiche Invasion fremder, tropischer Arten aus dem Roten Meer in das östliche Mittelmeer. Diese "Lessepssche Invasion" hat mit der Eröffnung des Suez-Kanals angefangen und wird durch die andauernde Erwärmung des Meeres und der Entwicklung nährstoffarmer Bedingungen nach der Absperrung des Nils bei Assuan weiter begünstigt. Während das Ausmaß der Invasion gut belegt ist, fehlen bislang Daten, um die Auswirkung der invasiven Arten auf die Funktion der ursprünglichen Ökosysteme zu beurteilen. Ziel des Vorhabens ist es daher, diese Prozesse mit Hilfe benthischer Foraminiferen als Modellorganismen näher zu untersuchen, indem invasive Populationen aus dem östlichem Mittelmeer mit Quellpopulationen aus dem Roten Meer verglichen werden. Die genetische Identifikation der Foraminiferen in Kombination mit Genexpressionsstudien der verschiedenen Populationen wird es ermöglichen, die Diversität und Plastizität der verschieden Arten zu bewerten. Um einen Rückblick auf bisherige Invasionen und deren Auswirkung auf heimische Ökosysteme zu ermöglichen, werden zusätzlich Sedimentarchive analysiert und mit Foraminiferen-Material aus historischen Sammlungen verglichen.